Archiv für Juli 2012

Praxisnahe Kunstvermittlung für Schulklassen zur Sonderausstellung

Donnerstag, 26. Juli 2012

Die MuseumspädagogInnen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben für die Sonderausstellung “Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500″ vier unterschiedliche Vermittlungskonzepte für Grundschüler und Schulklassen der Sekundarstufe I und II entwickelt. Diese widmen sich den Themen “Glaube, Liebe, Hoffnung”, “Von der Madonna zum Model”, “Warum so viele Heilige und wie erkenne ich sie?” sowie “Sacra Conversazione und Madonnenbild”.

Auszüge aus der kunstpädagogischen Vermittlungsarbeit:

Mit den SchülerInnen soll in den Vermittlungsprogrammen auf spielerisch-praktische Art ein eigener Zugang zu den Werken erarbeitet werden. Einige Impressionen aus der Vermittlungsarbeit zu den Themen „Glaube, Liebe, Hoffnung“ und „Von der Madonna zum Model“ haben wir im Folgenden zusammengestellt:

„Glaube, Liebe, Hoffnung“

Zunächst verschaffen sich die SchülerInnen einen Überblick über die Ausstellung in Form eines Raumlaufs. Sie erhalten Gegenstände, die in den Gemälden dargestellt sind oder Memory-Karten, auf denen Bildausschnitte der Exponate zu sehen sind.

Aufgabe ist es, das passende Ausstellungsstück zu finden, genau anzuschauen und Fragen zur Abbildung zu entwickeln. Im Vordergrund stehen dabei die Tugenden des Christentums: “Glaube, Liebe, Hoffnung” In der Ausstellung sind viele christliche Sujets zu sehen, wie die Gottesmutter Maria, Engel, Heilige und Märtyrer. Die SchülerInnen erhalten beispielsweise Einblick in den Zusammenhang von Heiligen und ihren Attributen sowie zur Rolle des Glaubens in der Zeit der Renaissance.

Im praktischen Teil äußern sie sich selbst, indem sie ihre ganz eigenen und individuellen Gedanken über ihren Glauben, ihre Liebe und ihre Hoffnungen aufschreiben und vorstellen.

Einige interessante Statements der 6 bis 12jährigen Schüler zum Thema “Glaube, Liebe, Hoffnung”

 

 

 

 

 

„Von der Madonna zum Model“

Im Vermittlungskonzept “Von der Madonna zum Model” untersuchen die SchülerInnen ausgewählte Bildbeispiele in der Ausstellung auf Schönheitsideale der Renaissance und vergleichen diese mit unserer heutigen Vorstellung von Schönheit. Folgende Tabellen zeigen den Vergleich:

Als abschließende Praxisaufgabe fertigen die Schüler Collagen zum Thema “Madonna 2012“ an.

Dabei soll vor allem die individuelle Vorstellung einer zeitgenössischen Madonna widergespiegelt werden. Die Collagen ermöglichen durch ihre Bildsprache einen Einblick in die Innenwelt der Heranwachsenden, welche mit Worten oft nur schwer zu beschreiben ist.

Im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bietet die Museumspädagogik der SKD Lehrerinnen und Lehrern diese ausstellungsbegleitenden Vermittlungskonzepte auf dem Schulportal der FAZ zum kostenlosen Download an. Sie finden diese unter www.fazschule.net.

 

 

 

 

 

22. Dresdner Elbhangfest (22.-24.06.) – Raffael malt die Sixtinische Madonna

Freitag, 20. Juli 2012

Der traditionelle Festumzug anlässlich des Elbhangfestes fand in diesem Jahr unter dem Motto “Das ewig Weibliche zieht uns zum Hang” statt. So flanierten beispielsweise Eva, die Neun Musen und eine Vielzahl weiterer Schönheiten von Loschwitz bis nach Pillnitz. Unter der Leitung von Gemälderestaurator Dr. Christoph Schölzel und mit freundlicher Unterstützung der Spedition DB Schenker und der Semperoper Dresden präsentierte die Gemäldegalerie Alte Meister Dresden mit der Sixtina eine ihrer “Schönsten” auf ganz besondere Art.

Ein Festwagen bot Einblick in Raffaels Atelier im Jahr 1512 und erlaubte es den begeisterten Zuschauern, dem Künstler beim Malen der Sixtinischen Madonna uber die Schultern zu sehen: Raffael treibt seinen Farbenreiber an, richtet die Falten am Gewand seines Modells, sinniert vor seiner Staffelei und setzt erste Farbtupfer auf die Leinwand.
Auf und neben dem Wagen konnte man nicht nur Raffael und seine Sixtina bewundern; zu ihrem Gefolge zählten neben einer weiteren Figur des Gemäldes – der Heiligen Barbara nebst Turm – auch der berühmte Künstlerbiograph Giorgio Vasari, ein Kardinal, ein Mönch und eine Reihe römischer Damen und Mägde.

Ob Raffael auf die vielen Zuschauer gehört hat, die ihn anflehten, er möge der Komposition am unteren Bildrand noch zwei Engel hinzufügen, werden wir erst wissen, wenn das Gemälde vollendet ist …

Carina Merseburger

 

 

Bühnenplastiker Ralf Aßmann im Interview

Freitag, 20. Juli 2012
Für die Sonderausstellung „Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500“ haben Sie ein Relief des Gemäldes erstellt, welches den Besuchern das Ertasten des Bildes ermöglicht. Vor allem für die Kunstvermittlung, die sich an blinde und sehbehinderte Museumsbesucher richtet, ist dieses Abtasten ein besonderes Erlebnis. Welche Resonanz haben Sie bisher von den Besuchern auf ihr Relief erhalten?

© Ralf Aßmann

Als ich mich kürzlich spontan bei einer Blindenführung zwischen die blinden Besucher mischte, fand ich es ganz spannend die Menschen zu beobachten. Dabei sah ich genau auf ihre Hände, die sich vorsichtig mit den Fingerkuppen über die Oberfläche, von Figur zu Figur und Detail zu Detail vortasteten. Die Sixtina erschien so jedem vor dem inneren Auge, das war den konzentrierten Besuchern anzumerken. Später, im Gespräch mit der Gruppe über ihre Eindrücke, bekam ich ein sehr positives Feedback, worüber ich sehr dankbar bin.

Welche persönliche Intension verfolgten Sie mit dem Erstellen des Tastreliefs zur „Sixtinischen Madonna“?

Als ich vor einigen Jahren im Blindenzentrum in Chemnitz meinen Zivildienst leistete, erwuchs damals der Wunsch in mir, Bilder für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich zu machen. Dort hatte ich zum ersten Mal auch taktile Bildreliefs in Kalendern gesehen und war beeindruckt. Zu dieser Zeit hatte ich noch nicht dreidimensional gearbeitet, sondern arbeitete eher graphisch. Jetzt, da ich vorrangig plastisch arbeite, war die Sixtina ein Glücksfall für mich. Mit dem Tastrelief von Raffaels Gemälde konnte ich genau diesen Wunsch in die Tat umsetzen.

Das plastische Nachbilden eines zweidimensionalen Gemäldes beinhaltet ein ausgeprägtes tiefenräumliches Vorstellungsvermögen sowie künstlerisch-handwerkliche Fertigkeiten. Welche Schwierigkeiten haben sich während dem Herstellungsprozess des Reliefs für Sie ergeben?

Vor allem die Klärung der verschiedenen Bildebenen, wie die Figuren zueinander stehen, bereitete mir anfangs Kopfzerbrechen. Dann arbeitete ich mich Stück für Stück in Raffaels Komposition hinein und musste hin und wieder auch radikale Einschnitte machen und Figuren zurück setzen bzw. ein Stück nach vorn nehmen.

© Ralf Assmann

Dann die Wichtigkeit der Details im Gemälde. Die feinen Zeichnungen auf der Kleidung des Papstes. Alles was man auf dem Bild sehen kann, muss man auch fühlen können. Das war mein Anspruch an mich selbst, dem ich gerecht werden wollte.

Wie lange haben Sie an dem Ausstellungsstück gearbeitet und welches Material haben Sie für das Tastrelief verwendet?

Circa zwei Monate habe ich daran gearbeitet. Als Material entschied ich mich für einen Kunststoff, weil dieser langlebig und bei häufigem Gebrauch widerstandfähig ist.

Empfinden Sie das Sixtina-Relief als ein eigenständiges Kunstwerk, das einen Beitrag zur Rezeption der „Sixtinischen Madonna“ leistet?

Auf jeden Fall. Meines Wissens nach hat es noch nie zuvor eine Reliefinterpretation dieses Gemäldes von Raffaels gegeben. Das ist schon eine Besonderheit und wie ich finde, leistet es seinen Beitrag zur Rezeption.

Beschreiben Sie ihre Tätigkeit als Theaterplastiker!

Ich arbeite hauptsächlich figurativ bildhauerisch-handwerklich und fertige Arbeiten für Museen, Figurentheater, Theater, Film oder privat an.

Vielen Dank für das Interview!
Sehr gern!

Erfahren Sie mehr über den Bühnenplastiker Ralf Aßmann: www.ralf-assmann.com/neu/

Restaurator Herr Dr. des Christoph Schölzel im Interview

Dienstag, 17. Juli 2012

Im Folgenden stellen wir die Arbeit des Restaurators Herr Dr. des Christoph Schölzel vor, der in der Restaurierungswerkstatt der Gemäldegalerie Alte Meister und Galerie Neue Meister tätig ist. Zunächst vermittelt Herr Dr. des Schölzel einen Einblick in die restauratorische Arbeit an der “Sixtinischen Madonnavon Raffael. Der zweite Teil des Interviews befasst sich mit allgemeineren Fragestellungen zur Arbeit eines Restaurators.

Hat die “Sixtinische Madonna” Schäden im Verlauf des 2. Weltkrieges erlitten und wenn ja, was genau musste damals restauriert werden?

Nein, das Bild kam 1955 mit dem Protokollvermerk: Zustand “gut. Im Zustand sind keine Veränderungen eingetreten” zurück nach Dresden.

Das Analysieren und Erkunden von Kunstwerken gleicht einer Form der Bildarchäologie. In Ihrer Tätigkeit entnehmen Sie den Bildern auch Proben, um der Zusammensetzung des Firnisses, der Farben und Bindemittel auf den Grund zu gehen. Hat man der “Sixtina” auch Proben entnommen?

Es wurden 1983 ca. 10 winzige Farbproben aus dem Gemälde entnommen, von Prof. Dr. Hans-Peter Schramm in der Hochschule für Bildende Künste Dresden analysiert und von Prof. Karl-Heinz Weber, dem Chefrestaurator der Gemäldegalerie, zweimal publiziert. Weber führte 1983 auch die jüngsten, am Bild vorgenommenen restauratorischen Arbeiten durch.

Was ist für Sie persönlich das ganz Besondere an der “Sixtinischen Madonna”?

Der schwer darstellbare, bedeutungsvolle Inhalt des Bildes ist in einer beeindruckend schlüssigen künstlerischen Weise umgesetzt. Das Bild ist kompositorisch und malerisch mit großer Leichtigkeit hergestellt und es ist deshalb sehr einprägsam. Zugleich führte Raffael seine Malerei mit hoher künstlerischer Raffinesse aus: Die Variationen zu den im Bild auftauchenden reinen Farben Rot, Blau, Grün, Gelb sind nicht bunt, sondern fein abgestuft und sehr differenziert. Auch der ständige Licht-Schatten-Wechsel ist mit beeindruckender Subtilität vorgeführt und trägt dazu bei, die Darstellung sehr plastisch erscheinen zu lassen.

Nun die allgemeinen Fragen zur Restaurierung:

Die Restaurierung ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit, die nur mit einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Kultur- und Kunstgeschichte zu meistern ist. Wie fühlt es sich an, wenn man den ersten Pinselstrich in einem Gemälde, was über 500 Jahre alt ist, setzt?

Unabhängig vom Alter der Kunstwerke stellt jede etwas umfangreichere Restaurierung in der ihr eigenen Spezifik auch eine besondere Herausforderung für den Restaurator dar. Dabei sind die Arbeitsschritte, bei denen wirklich mit dem Pinsel auf dem alten Gemälde gemalt werden muss – also die Retuschen – wenig risikovoll, weil wir in der Regel mit sehr leicht wieder entfernbaren Farbensystemen arbeiten. D.h. wenn ein Pinselstrich nicht ganz den Erwartungen entspricht, kann er schnell und völlig gefahrlos wieder entfernt werden.

Verstehen Sie die Restauration als eine künstlerische Leistung oder handwerkliche Tätigkeit? Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit als Restaurator in zwei bis drei Sätzen.

Im heutigen Verständnis wird Restaurierung als eine wissenschaftliche Tätigkeit aufgefasst, die eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Aspekten spezifisch auf das jeweilige Kunstwerk bezogen, zu einem Zusammenwirken bringen muss. Mit diesen Aspekten sind umfangreiches Wissen über die materielle Struktur des Bildes, über die Geschichte der Maßnahmen am Bild, über Analyseverfahren genauso gemeint, wie die Fähigkeit, aus der Vielzahl der Methoden und Materialien eine für das Objekt günstige Restaurierungskonzeption zu erstellen und diese dann auch praktisch, d.h. oft manuell, zu realisieren. Die manuellen Tätigkeiten, die ich aber auch beim Zahnarzt nicht als Handwerk bezeichnen würde, haben einen bedeutenden Anteil an der Arbeit. Sie erfordern Geschick, Übung, Konzentration und Erfahrung. Künstlerische Aspekte spielen beim Restaurieren meist eine marginale Rolle und beschränken sich oft auf ein unbedingt notwendiges künstlerisches Einschätzungsvermögen des Kunstwerkes.

Welche grundlegenden territorialen Unterschiede gibt es in der Restaurierung?

Diese Unterschiede, die in früherer Zeit oft sehr bestimmend waren, verschleifen sich mit dem internationalen Austausch der Restauratoren und mit einer Internationalisierung und Vereinheitlichung der Restauratorenausbildung. Man kann insofern eher noch persönlich-subjektive Restaurierungsausfassungen der einzelnen Restauratoren im Detail ausmachen. Bei einzelnen Methoden, z.B. dem Aufbau der Retuschen, oder beim Einsatz bestimmter Restaurierungsmaterialien lassen sich ebenfalls noch regionale Unterschiede feststellen.

Was können uns Infrarotreflektografien und Röntgenaufnahmen über die Entstehung von Gemälden erzählen?

Beide zerstörungsfreie, sogenannte strahlendiagnostische Untersuchungsmethoden, liefern vielfältige und auf die ganze Fläche der Aufnahme bezogene Aussagen. Neben Erkenntnissen zum Erhaltungszustand, die besonders für den Restaurator von Interesse sind, bilden beide Verfahren auch in besonderer Weise die Maltechnik der untersuchten Gemälde ab. Anhand der Röntgenaufnahmen können so beispielsweise Aussagen zum Bildträger, zur Grundierung und auch zu bestimmten Farbschichten, bzw. zur Malweise des jeweiligen Künstlers getroffen werden. Mit Hilfe der Infrarotreflektografie hingegen werden vorrangig Befunde zur Unterzeichnungspraxis des Malers erhoben.

Antworten: Dr. des. Christoph Schölzel
Vielen Dank für das Interview!

Gobelin Sixtina, 2012

Mittwoch, 11. Juli 2012

Zum ersten Mal seit 20 Jahren verlässt die “Sixtinische Madonna” ihren angestammten Platz im Obergeschoss der Gemäldegalerie Alte Meister, um sich gebührend und in neuem Glanz zu ihrem 500. Geburtstag im Gobelinsaal der Galerie zu präsentieren.

Für den Zeitraum der Abwesenheit der schönsten Frau der Welt, hat die Fotografin Katharina Gaenssler einen Gobelin entworfen, dem etwa 5000 digitale Einzelaufnahmen zugrunde liegen. In Anlehnung an die Zeit der Hochrenaissance wurde der Wandteppich im belgischen Flandern in einer Gobelin-Manufaktur in traditioneller Technik gewebt. Die Arbeit zeigt die Raumflucht im Obergeschoss mit dem Blick zur Sixtina. Katharina Gaensslers Tapisserie mit dem Titel “Gobelin Sixtina, 2012″ lässt den Betrachter zunächst im Glauben, die Sixtinische Madonna sei nach wie vor an ihrem Platz. Jedoch stellt der Besucher beim Schreiten in Richtung des Bildes fest, dass sich die Raumflucht doppelt und es sich hier lediglich um eine Abbildung der Sixtina und den angrenzenden Gemälden handelt. Mit der Verdopplung der Raumflucht scheint das Abbild der Sixtina vom Betrachter weiter weg gerückt zu sein, was die Unerreichbarkeit der Gottesmutter noch einmal unterstreicht. Für drei Monate nimmt der Gobelin den Platz der Madonna ein und stellt mit der Synthese von handwerklicher Tradition und aktuellen zeitgenössischen Positionen den Galerieflügel der Italiener in ein neues Licht.

Als dokumentarischer Abschluss ihrer fotografischen Installation hat Katharina Gaenssler ein Künstlerbuch in Form eines Bilder-Atlas mit insgesamt 224 Detailaufnahmen der Sixtinischen Madonna geschaffen, der ebenfalls im Sixtina-Saal betrachtet werden kann. Zum Entstehungsprozess des Gobelins und der Werkgeschichte des Künstlerbuches ist ein Katalog erschienen, der in allen Museumsshops erhältlich ist.

Katharina Gaenssler
SIXTINA MMXII
19,0 x 25,5 cm
264 Seiten mit 228 zumeist farbigen Abbildungen,
Klappenbroschur 19,0 x 25,5 cm
mit 12seitigem Appendix zur Installation des Gobelins
EUR 35,00 / SFr 42,00
In deutscher und englischer Sprache
ISBN 978-3-943964-00-4

Neuerscheinung: Kinderbuch und Memory-Spiel “Kunstwerke der Renaissance entdecken”

Freitag, 06. Juli 2012

Begleitend zur Sonderausstellung “Die Sixtinische Madonna – Raffaels Kultbild wird 500″ bietet unsere Museumspädagogik zwei neue Angebote für Kinder und Jugendliche an. Unter dem Motto die “Kunst der Renaissance entdecken und enträtseln” wurde in Zusammenarbeit mit dem Illustrator Michael Kaden ein Kinderbuch und ein Memory-Spiel entwickelt.

Kinderbuch

Das Kinderbuch “Kunst der Renaissance entdecken und enträtseln“ ist im WM-Verlag Pirna erschienen und bietet eine erweiterte Bildauswahl zur Sonderausstellung an. Kindgemäße Texte stellen berühmte Kunstwerke der Renaissance wie die “Sixtinische Madonna” von Raffael oder die “Madonna de Benois” von Leonardo da Vinci vor und führen in künstlerische Kategorien leicht verständlich ein. Geschrieben wurde das Buch von der Kunsthistorikerin Julia Bock gemeinsam mit den Kollegen unserer Museumspädagogik.

Die Gestaltung und Illustration stammt von Michael Kaden, der bereits die Bücher “Zwei Engel und das Geheimnis des weißen Goldes” sowie “Zwei Engel auf Reisen im Museum für Sächsische Volkskunst mit der Puppentheatersammlung” für die SKD illustriert hat. Zu einigen der vorgestellten Kunstwerke lädt ein Kreativteil die jungen Leser zum Entdecken, Rätseln und Gestalten ein. Das Buch richtet sich vor allem an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, ist aber auch für kunstinteressierte Erwachsene eine Entdeckung. Es ist für 8,95 Euro im Handel und den Museumsshops der SKD erhältlich.

Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Museumspädagogik
Autorin: Julia Bock
Illustration: Michael Kaden
Verlag: WM-Verlag Pirna
Seiten: 17 Seiten und ein Kreativteil
Preis: 8,95 Euro

Memory-Spiel

Passend zum Kinderbuch ist ein Memory-Spiel erschienen. Auf den Memory-Karten sind Ausschnitte einiger Gemälde, die in der Sonderausstellung gezeigt werden, abgebildet.

Mit hochaufgelösten Details bietet es den Spielern faszinierende Nahaufnahmen auf in der Galerie ausgestellte Kunstwerke der Renaissance. So manches bisher Ungesehene kann hier erstmals erblickt werden. Das Memory-Spiel besteht aus 32 Karten und kann von zwei bis vier Spielern ab einem Alter von 8 Jahren gespielt werden. Es kostet 9,95 Euro und ist in allen Museumsshops der SKD erhältlich.

Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Museumspädagogik
Auflage 2012
Gestaltung und Satz: Michael Kaden
Preis: 9,95 Euro
Druck: Stoba-Druck GmbH