Fellowship-Programm mit dem International Training Programme des British Museum 2015: Aufenthalt der diesjährigen Research Fellows und des „Dresden Fellows“ in Dresden und Leipzig | Fellowship programme with the British Museum’s International Training Programme 2015: The stay of this year’s research fellows and the “Dresden Fellow” in Dresden and Leipzig

26. Februar 2016


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Das British Museum betreibt seit 2006 das International Training Programme (ITP), ein auf sechs Wochen angelegtes Studienprogramm, das jährlich in London und in ausgewählten Museen Englands stattfindet und sich insbesondere an außereuropäische Museumsfachleute und Wissenschaftler wendet. Seit 2014 kooperieren wir mit dem ITP und können für den Austausch mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf ein Netzwerk internationaler Wissenschaftler und Kuratoren zugreifen. Noch bis 2016 vergeben die SKD jährlich zwei Research Fellowships, die für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach Dresden oder Leipzig eingeladen werden, um dort mit den Kolleginnen und Kollegen der SKD an ausgewählten Projekten zusammenzuarbeiten und zu forschen. Außerdem unterstützen wir von 2013 bis 2015 jährlich einen Teilnehmer des ITP, der das Londoner Programm als „Dresden Fellow“ absolviert und im Anschluss auch die SKD besucht. Die Bewerbungsphase für die diesjährigen Research Fellowships läuft gerade – wir sind sehr gespannt, wer dieses Jahr teilnehmen wird.

Doch jetzt möchten wir kurz von den spannenden Begegnungen in 2015 berichten. Im letzten Jahr waren wieder zwei Research Fellows zu Gast in Dresden. Ayman Al-Shweiki aus Palästina arbeitete von September bis Dezember mit Anke Scharrahs am Projekt „Damascus Room – Daily life in the 19th century in Syria and Palestine“ im Japanischen Palais. Er recherchierte und untersuchte Quellen wie Fotos und Schriften, die das Leben in Bilad al-Sham im 19. Jahrhundert reflektieren, um die Funktion und den historischen Kontext syrischer Empfangszimmer besser zu verstehen. Darüber hinaus sollen die Quellen Aufschluss über den sozialen Status aber auch über den typischen Stil der Bewohner geben. Damit unterstützte Ayman die Erforschung des Dresdner Damaskuszimmers, das seit einigen Jahren von Anke und ihrem Team restauriert wird (s. Blogeintrag vom 15.07.15). Ayman ist seit 2014 als Assistant of Collections Director im Yasser Arafat Museum tätig und u.a. für die Archivierung der Objekte aber auch für wissenschaftliche Recherchen zuständig. Nebenbei unterstützt er als Collections Curator im Birzeit University Museum die Vorbereitung und Installation von Ausstellungen.

Ayman und Anke Scharrahs in der Restaurierungswerkstatt des Damaskus Zimmers

Ayman und Anke Scharrahs in der Restaurierungswerkstatt des Damaskus Zimmers

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Dana Korzuschek,

Costas Vasiliadis aus Athen besuchte Dresden nun schon zum zweiten Mal. Seit 2000 arbeitet Costas am Acropolis Museum in der Konservierung von Skulpturen und leitet das Team, das die Skulpturen der Akropolis mit Laserverfahren reinigt. Bereits im vergangenen Jahr war er als „Dresden Fellow“ für einige Tage in Dresden, um die Kuratoren und vor allem Restauratoren der Skulpturensammlung kennenzulernen und eine Einführung in die Werkstatt und Restaurierungsprojekte der Sammlung zu bekommen. Die Zusammenarbeit verlief in diesen wenigen Tagen so positiv, dass die SKD sich entschieden haben, Costas 2015 als Research Fellow nach Dresden einzuladen. Bei seinem vierwöchigen Aufenthalt im Herbst arbeitete er an der Restaurierung der Skulptur Ölausgießender Athlet, Typus Dresden-Florenz und konnte mittels unterschiedlicher Untersuchungen entscheidende Restaurierungsmaßnahmen festlegen und auch durchführen.

Costas neben der Skulptur Ölausgießender Athlet, Typus Dresden-Florenz, für deren Restaurierung er während seines Aufenthalts zuständig war

Costas neben der Skulptur Ölausgießender Athlet, Typus Dresden-Florenz, für deren Restaurierung er während seines Aufenthalts zuständig war

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Dana Korzuschek,

„Dresden Fellow 2015“ war Davit Poghosyan aus Armenien. In seiner Heimat arbeitet Davit als Dozent am Lehrstuhl für Museologie an der Armenian Pedagogical University in Yerevan. Vom 1. bis 7. November folgte er der Einladung der SKD ins GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, wo er Christine Fischer, Mitarbeiterin im Bereich Veranstaltungs- und Publikumsentwicklung, begleitete und Einblicke in die Eventorganisation aber auch Methoden der Museumspädagogik des Museums erhielt. Während eines Tagesausflugs nach Dresden besuchte er die Museen im Zwinger und Residenzschloss und lernte bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken die Research Fellows Ayman und Costas kennen. Das Netzwerk spinnt sich weiter…

Global Networking: Die diesjährigen Fellows Ayman, Davit und Costas (v.l.n.r.) beim gemeinsamen Kaffeetrinken in Dresden

Global Networking: Die diesjährigen Fellows Ayman, Davit und Costas (v.l.n.r.) beim gemeinsamen Kaffeetrinken in Dresden

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Dana Korzuschek,

Auf den Spuren der China-Mode in Sachsen | On the Trail of Chinese Fashion in Saxony

16. November 2015


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Unser Forschungsprojekt „Frühe Asiatica und Chinoiserien am sächsischen Hof“ widmet sich der wissenschaftlichen Erschließung eines einzigartigen, sehr umfangreichen und frühen Bestandes asiatischer und chinoiser Graphiken, der in einem Inventar von 1738 aufgelistet ist, und heute zur Sammlung des Kupferstich-Kabinetts gehört. Über 2500 Blätter werden nach und nach von Cordula Bischoff und Anita Xiaoming Wang gesichtet, erfasst und erforscht. Ziel des Projektes ist ein Bestandskatalog, der unter anderem nach den wechselseitigen Einflüssen zwischen China und Europa fragt, die in vielen der untersuchten Graphiken deutlich werden.

Dame am Schreibtisch, Farbholzschnitt, Suzhou (China), 1. H. 18. Jh., Kupferstich-Kabinett, Ca 159. Solche Blätter sind in China für den Export nach Europa hergestellt worden, wo sie häufig, wie in Lichtenwalde, als Wanddekoration verwendet wurden. In der Darstellung zeigen sich westliche Einflüsse, etwa in Schraffuren und in zentralperspektivischer Verkürzung.

Dame am Schreibtisch, Farbholzschnitt, Suzhou (China), 1. H. 18. Jh., Kupferstich-Kabinett, Ca 159. Solche Blätter sind in China für den Export nach Europa hergestellt worden, wo sie häufig, wie in Lichtenwalde, als Wanddekoration verwendet wurden. In der Darstellung zeigen sich westliche Einflüsse, etwa in Schraffuren und in zentralperspektivischer Verkürzung.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Für eine solche Bestandserschließung ist der wissenschaftliche Austausch mit Experten grundlegend. Neben Forschungsreisen und Tagungsteilnahmen gelingt es Cordula Bischoff und Anita Xiaoming Wang immer wieder, Kollegen aus aller Welt nach Dresden einzuladen, um über den noch wenig bekannten Bestand zu diskutieren. Im September etwa besuchte die Spezialistin für chinesische Kunstgeschichte Wen-Chin Hsu (Taiwan) unsere Kolleginnen, um sich vor allem über chinoise Motivik und Bildprogramme auszutauschen. Dazu gehörte auch eine gemeinsame Fahrt ins Schloss Lichtenwalde. Dort befinden sich farbige chinesische Zeichnungen und Holzschnitte von edel ausstaffierten Damen, die in Suzhou für ein europäisches Publikum hergestellt und exportiert wurden. Es handelt sich um eine frühe Verwendung, wohl Mitte des 18. Jahrhunderts, von Einzelbildern als Wanddekoration, einem Vorläufer späterer chinesischer Tapeten. Die Raumausstattungen sind vor allem deshalb von besonderer Bedeutung, da sich weltweit nur wenige von ihnen erhalten haben. Inspiriert von der Sammelleidenschaft Augusts des Starken ist das Schloss Lichtenwalde ein weiterer Beleg dafür, dass der sächsische Hof im 18. Jahrhundert zu einem führenden europäischen Zentrum der Chinoiserie avancierte. Insbesondere August der Starke trug innerhalb kürzester Zeit eine der bis heute umfangreichsten europäischen Sammlungen an chinesischem und japanischem Porzellan, asiatischen Graphiken, chinesischen Specksteinfiguren, aber auch Textilien, Kostümen, Waffen und Lackwaren zusammen.

Forschung vor Ort: Anita Xiaoming Wang fotografiert und dokumentiert die prachtvolle chinoise Wandverkleidung mit vollem Körpereinsatz.

Forschung vor Ort: Anita Xiaoming Wang fotografiert und dokumentiert die prachtvolle chinoise Wandverkleidung mit vollem Körpereinsatz.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Von links: Wen-Chin Hsu, Cordula Bischoff und Anita Xiaoming Wang

Von links: Wen-Chin Hsu, Cordula Bischoff und Anita Xiaoming Wang

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Forschung als Kooperation: „Bild(er) der Weiblichkeit. Asian Women on Display“ | Research as Cooperation: Asian Women on Display

10. November 2015


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Willkommen zurück zu unserer Blogserie zum Forschungsprogramm Europa/Welt. Ein weiteres Projekt widmet sich der digitalen Erschließung eines umfangreichen Fotobestandes. Mit rund 260.000 Fotografien aus nahezu allen Regionen der Welt besitzen die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen (SES) mit den Standorten Leipzig, Dresden und Herrnhut einen beeindruckenden Bestand an visuellem Material zur Geschichte und Methodik ihres Fachgebietes. Reise- und Expeditionsfotografie, anthropologische Aufnahmen und Studiofotografien aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert sind darin ebenso zu finden wie aktuelle Beispiele fotobasierter Feldforschungen. Agnes Matthias, Leiterin des Projektes, ist bei der Sichtung und Auswertung der Fotografien auf zahlreiche spannende Konvolute gestoßen. So auch auf eine Reihe von Fotografien japanischer und chinesischer Schönheiten, die sich – dies wurde im sammlungsübergreifenden Austausch deutlich – auf ganz ähnliche Weise auf japanischen und chinesischen Export-Porzellanen finden lassen. Zusammen mit Cora Würmell, Leiterin des Forschungsprojekts „Ostasiatisches Porzellan und seine Bedeutung für die Europäische Kultur“, entstand die Idee, sich diesen Darstellungen einmal genauer und im Vergleich anzusehen.

China, Jingdezhen, Qing-Zeit (1644–1911), Ära Kangxi (1662 - 1722) © Porzellansammlung, SKD, Foto: Adrian Sauer

China, Jingdezhen, Qing-Zeit (1644–1911), Ära Kangxi (1662 - 1722)

© Porzellansammlung, SKD, Foto: Adrian Sauer


Aus einer ersten Idee ist mittlerweile eine Kooperation in Vorbereitung einer kleinen Ausstellung zum Thema „Bild(er) der Weiblichkeit. Asian Women on Display“ entstanden. In Zusammenarbeit mit dem Institut für die Kunstgeschichte Ostasiens der Universität Heidelberg konnten im September und Oktober Gäste in der Fotosammlung im Museum für Völkerkunde Dresden in Klotzsche empfangen werden.

Unbekannter Fotograf, „Whispering“, 1880–1990, Albuminpapier, aus dem Fotoalbum „Japan III“, © Museum für Völkerkunde Dresden, SES/SKD

Unbekannter Fotograf, „Whispering“, 1880–1990, Albuminpapier, aus dem Fotoalbum „Japan III“

© Museum für Völkerkunde Dresden, SES/SKD

Gemeinsam mit Mio Wakita, Expertin für die Souvenirfotografie der Meiji-Zeit (1868–1912), sichteten Cora Würmell, Anita Wang, Agnes Matthias und Anne Vieth die Bestände japanischer Fotografien. Manch eine Aufnahme konnte dabei einem Fotografen neu zugeschrieben werden.

Von links: Mio Wakita, Cora Würmell, Anita Wang, Agnes Matthias, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Von links: Mio Wakita, Cora Würmell, Anita Wang, Agnes Matthias

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Von Weltreisenden zusammengestellte Alben mit prachtvollen Lackeinbänden bergen vielfache Einblicke in die japanische Kultur, allerdings meist aus Sicht europäischer Fotografen, die ihre Bilder für ein überwiegend westliches Publikum fertigten. Und so verschmelzen insbesondere in der Darstellung japanischer Frauen Fantasievorstellungen mit traditioneller Ikonographie. Der Besuch von Cecilia Zi Guo Qiuzi war der fotografischen Repräsentation der chinesischen Frau gewidmet. Unterschiede zur japanischen Fotografie wurden diskutiert, Gemeinsamkeiten festgestellt – ein anregender Austausch, der fortgesetzt wird…

Unbekannter Fotograf: „Playing of Musical Instruments“, 1880–1900, Albuminpapier, koloriert, aus dem Fotoalbum „Japan III“, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Unbekannter Fotograf: „Playing of Musical Instruments“, 1880–1900, Albuminpapier, koloriert, aus dem Fotoalbum „Japan III“

© Museum für Völkerkunde Dresden, SES/SKD

 

MEEP 2015: Kuratieren, Präsentieren und Vermitteln | MEEP 2015: Curation, Presentation and Education

10. November 2015


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Am Sonntag, 25. Oktober, nahmen wir in aller Frühe Abschied von den diesjährigen MEEP-Teilnehmern, die sich mit dem Bus nach München, der letzten Etappe des Museum Experts - Austauschs, aufmachten. Wir blicken auf eine gelungene Woche hier in Dresden zurück, in der viel gesehen, erlebt und erfahren wurde. Nachdem die chinesischen Teilnehmer am Sonntag und Montag bei Rundgängen durch die Altstadt und das Residenzschloss erste Eindrücke der Stadt und der Staatlichen Kunstsammlungen gewonnen hatten, startete am Dienstag das eigentliche Programm. Am Morgen trafen wir uns mit Astrid Nielsen, die im Mai selbst im Rahmen des Austauschprogrammes die vier Partnermuseen in China besucht hat. Sie führte die Gruppe durch die Skulpturensammlung im Albertinum und stellte die von ihr kuratierte Ausstellung „August Hudler in Dresden“ vor, was die chinesischen Wissenschaftler nutzten, um ihr viele interessante Fragen zur kuratorischen Praxis zu stellen.

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Neele Dinges, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Später führten Claudia Schmidt, Leiterin der Museumspädagogik und ebenfalls Teilnehmerin des diesjährigen MEEP-Austauschs, und Annabell Rink in die Vermittlungsarbeit der SKD ein und stellten dabei das Konzept des „Lernort Albertinum“ ins Zentrum.

© Vivien Kluge, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Ein Höhepunkt an diesem Tag war die Führung von Michael Korey durch den Mathematisch Physikalischen Salon. Mit ansteckendem Enthusiasmus stellte er der Gruppe auf anschauliche Weise die Exponate, deren Geschichten und Präsentation in der Dauerausstellung vor.

© Vivien Kluge, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Am Mittwoch ging es mit dem Bus nach Leipzig zu den Kollegen des GRASSI Museums für Völkerkunde. Nach der Begrüßung durch Vera Marusic, Referentin der Direktorin, und einem kurzen Ausblick in die Zukunft der museumspädagogischen Veranstaltungen und Events des GRASSI Museums durch Miriam Schultze und Christine Fischer, gab es eine Führung von Yu Filipiak. Anhand ihres Forschungsprojekts zu ostasiatischen Musikinstrumenten gab sie Einblick in ein besonderes Beispiel von Kulturaustausch zwischen Deutschland und China und in die einzigartigen Objektgeschichten.

© Dirk Weber, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Dirk Weber, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Leipziger Innenstadt, bei dem natürlich auch am Klangbrunnen im Hansahaus und an Auerbachs Keller Halt gemacht wurde, besuchten wir die G2 Kunsthalle. Dort stellte Anka Ziefer die von ihr geleitete Galerie und die aktuelle Ausstellung „Leipzig 2015. Sammlung Hildebrandt“ vor.

© Dirk Weber, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Dirk Weber, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Auf die junge Kunstszene Leipzigs eingestimmt, bildete der Besuch des Geländes der Spinnerei Leipzig einen weiteren Höhepunkt an diesem Tag. Der Rundgang führte sowohl in die Geschichte des Geländes, als auch in dessen moderne Nutzung durch Künstler verschiedenster Disziplinen ein.

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Am Donnerstag hielt sich die Gruppe zunächst im Residenzschloss auf. Der Tag begann mit einer anregenden Einführung des Leiters der Abteilung Presse und Kommunikation, Stephan Adam, in die Arbeit seiner Abteilung. Darauf folgte eine Präsentation von Martin Zavesky, der über die digitale Kommunikation und den Umgang mit neuen Medien an den SKD berichtete und anhand der interaktiven Multimedia-Stele im Erdgeschoss des Schlosses ein konkretes Beispiel für die interessierten Zuhörer lieferte.

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Am Nachmittag brachten Anne Böttger und Doreen Scherfke den chinesischen Besuchern am Beispiel der Sonderausstellung „500 Jahre Sixtinische Madonna“ aus dem Jahr 2012 die Aufgaben und Möglichkeiten der Marketingabteilung näher.

© Neele Dinges, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Nach diesem Einblick in die Arbeit einiger zentraler Abteilungen der SKD ging es in die Galerie Gebr. Lehmann in der Dresdner Neustadt, wo sich die chinesischen Teilnehmer die aktuelle Ausstellung von Eberhard Havekost ansahen und die beiden Brüder zu ihrer Arbeit befragen konnten. Am Donnerstagabend waren die MEEP-Teilnehmer Gäste des Generaldirektors im Restaurant Alte Meister. Es wurden angeregte Gespräche mit den anwesenden Direktoren, Hartwig Fischer, Dirk Burghardt, Dirk Syndram und Tulga Beyerle, geführt.

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Neele Dinges, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

© Neele Dinges, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Der letzte offizielle Programmtag begann mit einer exklusiven Führung durch die Porzellansammlung im Zwinger. Cora Würmell und Jan Hüsgen gaben einen umfassenden Überblick zur Geschichte der Exponate und der Sammlung sowie deren Präsentation. Dabei waren die ostasiatischen Bestände von besonderem Interesse.

© Vivien Kluge, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Dann hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Galerie Alte Meister zu erkunden. Andreas Henning begrüßte die Gruppe mit einer kurzen Einführung in die Geschichte und den aktuellen Umbau der Galerie. Bei der Entdeckungstour konnten sie sich an einem von Annabell Rink entworfenen Arbeitsblatt für Kinder und Jugendliche orientieren und so einen praktischen Einblick in die Bildungs- und Vermittlungsarbeit der SKD bekommen. Das Wochenprogramm deckte die drei Schwerpunktthemen – Kuratieren, Präsentieren, Vermitteln – somit in unterschiedlichen Facetten ab. Die Erfahrungen, die während der Woche gesammelt wurden, beschrieben die Teilnehmer in einem abschließenden Gespräch mit Gilbert Lupfer, der zusammen mit der diesjährigen Koordinatorin des „Dresden-Programms“, Neele Dinges, die Abschlussdiskussion leitete. Im Zuge dieses Gespräches wurden besonders die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Herangehensweisen und Möglichkeiten der verschiedenen, in diesem Jahr im Fokus stehenden Abteilung deutlich. Besonders intensiv wurde auch über die Verlagerung einzelner gestalterischer Aufgaben an externe Büros erörtert, wie es in China nicht und in deutschen Museen häufig der Fall ist. Abschließend wurde die Einzigartigkeit des Museum Experts Exchange Program betont und welchen enormen Mehrwert der Expertenaustausch für alle Beteiligten bietet. Den letzten gemeinsamen Abend ließen die chinesischen Teilnehmer und deutschen Kolleginnen schließlich im mongolisch-chinesischen Restaurant „Dschingis Khan“ ausklingen. In Begleitung von informativen Tipps rund um das chinesische Essen wurden Ideen, Visitenkarten und Pläne für die Zukunft ausgetauscht. Nach einem „freien“ Samstag, war es am Sonntagmorgen leider schon Zeit, Abschied zu nehmen.

© Wei Feng, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Teilnehmern, auf chinesischer wie auf deutscher Seite für die Realisierung eines spannenden und vielfältigen Programms und vor allem für den regen und interessanten Austausch bedanken. Ein besonderer Dank geht an das Goethe-Institut und an die Museum & Research Foundation, ohne deren Unterstützung das Museum Experts Exchange Program nicht möglich wäre.

Ni Hao, Dresden!

20. Oktober 2015

Wir freuen uns, auch dieses Jahr im Rahmen vom Museum Experts Exchange Program (MEEP) 12 chinesische Wissenschaftler in unserem Haus empfangen zu dürfen! Nachdem die Kollegen aus dem National Museum of China, dem National Art Museum of China, dem Shanghai Museum sowie dem Guangdong Museum of Art letzte Woche Gäste der Staatlichen Museen zu Berlin waren, begrüßen wir sie nun in Dresden. Der diesjährige Austausch widmet sich den Schwerpunkten „Kuratieren, Präsentieren und Vermitteln“. Für die gemeinsame Zeit vom 18. bis zum 25. Oktober 2015 wurde ein vielfältiges Programm, bestehend aus zahlreichen Workshops, Gesprächen in den Abteilungen der SKD, Ausstellungs- und Galeriebesuchen sowie einem Ausflug zu den Kollegen des GRASSI Museums in Leipzig, vorbereitet.

Prof. Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, führt die Kollegen aus China durch das Historische Grüne Gewölbe; Foto: Dirk Weber © SKD

Prof. Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, führt die Kollegen aus China durch das Historische Grüne Gewölbe; Foto: Dirk Weber © SKD

Nach ihrer Ankunft am Sonntagnachmittag konnten die Teilnehmer auf einem Stadtrundgang einen ersten Eindruck von Dresden gewinnen, bevor wir sie am Montag näher mit dem Alltag unseres Hauses bekanntmachten. Ein Highlight des ersten Tages war hierbei der von Dirk Syndram geführte Rundgang durch das Residenzschloss. Dabei konnten unsere chinesischen Besucher sichtlich spannende Einblicke in die Ausstellungen des Historischen und Neuen Grünen Gewölbes, der Türckischen Cammer, des Riesensaals und des Münzkabinetts erlangen.

Eine Woche voller interessanter Begegnungen liegt vor uns, die wir im Nachgang an dieser Stelle gern teilen werden.

…und eine Pause zwischendurch; Foto: Dirk Weber © SKD

…und eine Pause zwischendurch; Foto: Dirk Weber © SKD

Gemeinsam in der Rüstkammer im Riesensaal des Residenzschlosses; Foto: Dirk Weber © SKD

Gemeinsam in der Rüstkammer im Riesensaal des Residenzschlosses; Foto: Dirk Weber © SKD

Tagungsband „Forschungen zu Hans Posse“ erschienen

17. September 2015

Im Dezember 2013 fand in der Kapelle des Dresdner Residenzschlosses die Tagung „Forschungen zu Hans Posse“ statt – gut besucht und viel beachtet, auch wegen des damals gerade offenbar gewordenen „Schwabinger Bilderfundes“ (auch bekannt als „Fall Gurlitt“). Nun ist der Dresdner Sammelband zu Hans Posse erschienen. Er fußt auf den Vorträgen der Tagung, geht aber inhaltlich weit darüber hinaus: die Beiträge wurden für den Druck überarbeitet und erweitert, zusätzliche Aufsätze und ein umfangreicher Quellenanhang wurden aufgenommen.

Hans Posse (geboren 1879 in Dresden, gestorben 1942 in Berlin) ist eine der wichtigsten und gleichzeitig eine der umstrittensten Persönlichkeiten der deutschen Museumsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die Dresdner Gemäldegalerie, der er von 1910 bis zu seinem Tode 1942 als Direktor vorstand, modernisierte er behutsam und prägte sie nachhaltig. Einerseits war er als Kenner altmeisterlicher Kunst, vor allem der italienischen, aber auch der deutschen und holländischen, früh international geschätzt. Andererseits aber war Hans Posse seit 1939 tief in das europaweite System des NS-Kunstraubes verstrickt.

Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf Hans Posses Verhältnis zur (damals) zeitgenössischen Kunst, zu den Werken beispielsweise von Oskar Kokoschka, Emil Nolde, Edvard Munch und Otto Dix, von Ernst Ludwig Kirchner und anderen Künstlern der „Brücke“, aber auch zu denen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Lyonel Feininger. Erworben hat er deren Bilder mit abwartender Zurückhaltung und in geringer Zahl, doch er stellte sie immerhin als Leihgaben der Stadt Dresden und des Patronatsvereins der Gemäldegalerie aus. Zudem repräsentierte er die Weimarer Republik als Kurator der Internationalen Dresdner Kunstausstellung 1926 und als Kommissar des deutschen Pavillons auf den venezianischen Biennalen 1922 und 1930 – gewissermaßen als Kulturbotschafter des Deutschen Reiches –, indem er den aktuellen Kanon zeitgenössischer deutscher Kunst auf internationalem Parkett vorführte. Nach dem Machtantritt der NSDAP erwies er sich als überraschend resistent gegenüber Eingriffsversuchen der NSDAP in die Bestände und die Hängung der Galerie – was angesichts seiner persönlichen Entwicklung ab 1939 erstaunlich ist. In der diffamierenden Ausstellung „Entartete Kunst“ im Lichthof des Dresdner Rathauses waren im Herbst 1933 keine Galeriebilder zu sehen. Noch bis Juli 1937 zeigte er in der Sempergalerie Werke von Nolde, Kokoschka, Hofer und Dix. Die Bilder des von ihm hoch geschätzten Max Liebermann entfernte er erst nach ausdrücklicher Aufforderung des ihm vorgesetzten Ministeriums am 3. August 1937, gab sie aber nicht heraus, sondern deponierte sie.

Der zweite Schwerpunkt des Bandes thematisiert Hans Posses verhängnisvolle Rolle als Adolf Hitlers Sonderbeauftragter für ein „Führermuseum“ und den „Sonderauftrag Linz“. Obwohl zeitlebens kein Nationalsozialist im ideologischen, parteipolitischen Sinne und – nach einem gescheiterten Versuch dazu 1933/34 – auch nie Mitglied der NSDAP, war Posse ab Juni 1939 als Sonderbeauftragter der führende Kunstbeschaffer des NS-Regimes. Diesen Auftrag übernahm er ohne erkennbare Skrupel oder Hemmungen und setzte dabei all seine Professionalität, sein Wissen und Können ein. Europaweit reklamierte und akquirierte er für den Sonderauftrag geraubte Kunstwerke jüdischer Sammler im vollen Bewusstsein von Herkunft und Entziehungskontext; durch ihn wurde das Linz-Projekt zu einem Hauptelement des internationalen NS-Kunstraubs.

Angesichts der mit dem „Fall Gurlitt“ intensivierten, ja zugespitzten Diskussionen über den Umgang mit NS-Raubkunst und mit „entarteter“ Kunst sind die Themen und Thesen der Dresdner „Forschungen zu Hans Posse“ von großer Aktualität. Denn gerade der mediale und politische Umgang mit dem „Fall Gurlitt“ hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass es zu einer kompetenten und zielführenden Auseinandersetzung mit diesem historischen Erbe der deutschen Geschichte weiterer Grundlagenforschungen bedarf.

Kennerschaft zwischen Macht und Moral.
Annäherungen an Hans Posse (1879-1942).

Herausgegeben von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden,
Gilbert Lupfer und Thomas Rudert.
436 Seiten, 52 farb. und 45 s/w-Abb.
Böhlau Verlag Köln, Weimar, Wien 2015.
ISBN 978-3-412-22424-0.
€ 39,90

Die falsche Blume – Klangwelt & Tanz

11. September 2015

Zum Abschluss der Ausstellung „Die falsche Blume“ und der ihr gewidmeten Blogserie folgt heute unser abschließender Beitrag mit den beiden letzten Szenen „Klangwelt“ und „Tanz“. Am Sonntag, den 13. September, endet die Schau!

Die beiden Szenen thematisiert das eigens für die Ausstellung entstandene Balettstück, das die Erlebnisse der Blumenmacherin Lore beinhaltet. Der Tanz wurde von Mikel Aristegui choreographiert, die Musik von Artiom Ordiyants komponiert. In der Szene „Klangwelt“ hört man das komponierte Stück über Kopfhörer. Dabei fällt der Blick auf einen großen Bildschirm an der Wand, auf dem sich ein 3D-Rendering des Lore-Entwurfs dreht.

In der darauffolgenden Szene „Tanz“ sind die Kostüme aus der dazugehörigen Ballettchoreographie auf Kleiderpuppen zu sehen. Parallel dazu läuft das Video des Tanzes über eine Beamerpräsentation.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Tanz“ © SKD Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Tanz“ © SKD Foto: Ronald Bonss

Die Hemden aus Baumwolle mit Digitaldruck, Schals, Tücher, Strumpfhosen aus Jersey mit Digitaldruck und das Cape aus Seide mit Digitaldruck stammen alle aus dem Hause Color Textil.

Die Manufaktur besteht aus führenden Druckern und Veredlern von hochwertigen, innovativen Textilien. Sie entwickeln und produzieren Textildrucke mit komplexen Druck- und Veredelungsanforderungen für die Bereiche Mode, Heim- und technische Textilien. Dabei kommen verschieden Druckverfahren zum Einsatz. Gegründet 1899, produziert das Unternehmen heute mit 190 Mitarbeitern jährlich ca. 9 Mio. laufende Meter Stoff.

Die Textildesigner übertragen den digitalen Entwurf Hermann August Weizeneggers in maschinenlesbare Daten. Im Digitaldruckverfahren wird dieser schließlich ohne Druckschablone auf die Stoffbahnen aufgetragen. Hierbei ist das Besondere, dass eigens für die Bedürfnisse der Firma eine Druckmaschine angefertigt wurde. Für „Die falsche Blume“ wurden Interlock Jersey, Seidenkrepp-Satin und Baumwoll-Batist bedruckt.

Im Anschluss an den Druck werden die Textilien gedämpft, gewaschen, getrocknet, über Spannrahmen gezogen und chemisch behandelt. Erst dadurch erhalten die bedruckten Textilien ihr endgültiges Maß, einen weichen „Griff“ sowie die gewünschte Strahlkraft.

Im oberfränkischen Konradsreuth liegt eine der führenden und modernsten Möbelstoffwebereien Europas – die Hitex®–Manufaktur Rohleder. Hier wurden die in der Szene zu sehenden Stücke wie Sakkos, Weste, Cape aus Velours mit Digitaldruck, Oberteil und Rock aus Vorhangstoff hergestellt.

Stoff eines Sakkos aus Velours mit Digitaldruck © Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, 2015

Stoff eines Sakkos aus Velours mit Digitaldruck © Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, 2015

Inhaber Klaus Rohleder und Geschäftsführer Hans Schüssel leiten das 1946 gegründete Unternehmen in der zweiten Generation. Mit über 70 Mitarbeitern fertigt die Firma Florgewebe wie Epinglé und Velours genauso wie Flachgewebe in Jacquard-Webtechnik oder auch Dekorationstextilien an.

Das für die Vorhänge und somit auch für die Röcke verwendete Viskoseveloursgewebe wird auf einer eigens für Rohleder gefertigten Maschine hergestellt, die eine besonders dichte Webeinstellung ermöglicht. Nach dem Weben werden die Stoffe digital bedruckt. Die Kombination der beiden Verfahren erzeugt ein gleichermaßen weiches und brillantes Textil.

Bei den Gardinenstoffen handelt es sich um sogenannte „Drehergewebe“. Dabei liegen die Kettfäden in größeren Abständen von rund 4mm. Im Webevorgang werden sie miteinander verdreht und halten dadurch den Schussfaden. Das Ergebnis ist ein Gewebe, das transparent aber doch „schiebefest“ – also in sich stabil – ist. Abschließend werden auch diese Textilien digital bedruckt.

Das Zentrum des Aufbaus © SKD Foto: Torsten-Pieter Rösler

Das Zentrum des Aufbaus © SKD Foto: Torsten-Pieter Rösler

Zum Schluss des Rundgangs gelangt man schließlich in die Mitte des Rondells. Dort befinden sich an den Seitenwänden die Infotafeln zu den Firmen, sowie zentral eine Loreblume in einer gläsernen Vase. Das Märchen wird in den letzen Szenebildern auf sinnliche Weise, ohne Worte, noch einmal erlebbar, sodass der Besucher das Erfahrene synästhetisch noch einmal Revue passieren lassen kann.

Weitere Mitwirkende Manufakturen in diesen Szenen waren unter anderem Weissfee GmbH und Deutsche Kunstblume Sebnitz.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.

Die falsche Blume – Frühlingszauber & Fürbitten

04. September 2015

Herzlich Willkommen (zurück) zu unserer Blogserie anlässlich der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“. Die Schau kann noch bis zum 13. September im Wasserpalais, im Schloss Pillnitz bestaunt werden.

Heute setzen wir die Reise fort und begeben uns an die Stelle der Geschichte, an der Lore aufgrund des hohen Fiebers und der Erschöpfung noch in derselben Nacht nach ihrer Heimkehr verstirbt. Die Szene Frühlingszauber spiegelt das wundersame Ereignis des plötzlichen Frühlingserwachens, der von Lores Totenkranz ausgeht, in der ganzen Gegend wieder.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Frühlingszauber“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Frühlingszauber“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

In langanhaltenden Wintern entwickelte sich daher die Tradition, dass sich alle Menschen der Gegend in der Kapelle versammelten und Lore in ihre Fürbitten einschlossen. Der Totenkranz und die Kapelle werden daher in der Szene „Fürbitten“ nachempfunden.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fürbitten“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fürbitten“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Der Intarsien-Fußboden „Flora“ stammt aus der Werkstatt von Gunter Ludwig. Der Handwerksmeister und geprüfte Restaurator fertigt in Schmiedeberg neue, hochwertige Fußböden oder frischt bestehende, wertvolle Holzfußböden oder Dielungen fachmännisch auf. Aus verschiedenen Hölzern fertigt er zudem kunstvolle Intarsien nach Kundenwunsch.

Zunächst wird der grafische Entwurf der Blume in ein Schablonenmuster übertragen. Hierbei wird festgelegt, welche Farbigkeit durch welche Hölzer bewirkt wird und welche Maße die einzelnen Teile haben sollen. Bis ins kleinste Detail wird die feingliedrige Musteradaption geplant. Aus Esche, Roteiche und Eiche werden die einzelnen Elemente in Form flacher Plättchen zurechtgesägt, im Motiv angeordnet und anschließend so auf dem Trägermaterial verleimt, dass die eingelegten Holzstückchen bündig mit der Oberfläche abschließen. Zum Schluss erfolgt eine pflegende Nachbehandlung.

Die vier Wanddekor-Platten stammen aus dem Hause Meissen Couture®. Gegründet durch August den Starken im Jahre 1710, ist die Manufaktur Meissen® die älteste Porzellanmanufaktur in Europa. In den letzten Jahren entwickelte sie sich zu einer Luxusmarke, die unter dem Namen Meissen Couture® firmiert. Die Manufaktur Meissen® mit Sitz in Sachsen ist das Kompetenzzentrum für die Produktion hochwertiger Porzellanobjekte sowie für künstlerische Handmalerei in Perfektion. Seit 1918 ist die Gruppe Meissen Couture® im Besitz des Freistaates Sachsen und beschäftigt heute etwa 650 Mitarbeiter.

Teller mit der Loreblume in Aufglasur, © Meissen

Teller mit der Loreblume in Aufglasur, © Meissen

Nach der Zeichenschulausbildung erlernt der Porzellanmaler die traditionelle Meissener Handmalerei. Das Ausarbeiten von Dekoren kann vor dem Brand in Unterglasur- oder nach dem Brand in Aufglasurmalerei auf die Oberfläche des Porzellans erfolgen. Bei der Unterglasurmalerei ist zu beachten, dass sich die Farbpigmente durch den Brand verändern. Die Technik ist hierbei die selbe, wie bei der Aufglasur der 3 Teller „Flussteufel“ in der Szene „Geldsack“.

Doch nicht nur die Porzellanmalerei gehört zu dem Fachgebiet von Meissen Couture©, so fertigte die Manufaktur verschiedene Schmuckelemente für die Hängeleuchte „Meissenland“ in der Szene „Geldsack“.

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Meissenland“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Meissenland“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Da Porzellanfiguren nicht im Ganzen gefertigt werden können, formt man zunächst Einzelteile aus Porzellanmasse. Der Bossierer überarbeitet diese Einzelelemente und fürgt sie zu einem Ganzen zusammen. Schmluckelemente, wie etwa die Blüten, modelliert der Bossierer frei in der Handfläche oder mit Ausformhilfen.

Inzwischen bietet Meissen Couture© seinen Kunden eine Vielfalt von Produkten, so wurde die Produktpalette deutlich erweitert und reicht derzeit von Textilmode wie Braut- oder Abendkleider, über Accessoires wie Hand- und Brieftaschen bis hin zu Einstecktüchern

Weitere Mitwirkende Manufakturen in diesen Szenen waren unter anderem Deutsche Kunstblume Sebnitz und Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, diese werden wir in einem der kommenden Beiträge vorstellen oder wurden bereits vorgestellt.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.

 

 

 

Die falsche Blume – Fieberwahn

21. August 2015

Herzlich Willkommen (zurück) zu unserer Blogserie anlässlich der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“. Die Schau kann noch bis zum 13. September im Wasserpalais in Pillnitz bestaunt werden.

Wir nehmen Euch mit auf eine Reise durch die Sage der Lore. Heute begeben wir uns an die Stelle der Geschichte, an der Lore aufgrund der Strapazen der langen und komplikationsreichen Reise in der Stube zusammenbricht und im Fieberwahn ihrer Großmutter alles erzählt, was sie erlebt hat. Durch den Teppich auf dem Boden, das Bild an der Wand, die Blumen auf dem Tisch und die Quastenleuchte an der Decke wird in dieser Szene die gemütliche Stube nachempfunden.

Ausschnitt aus der Tanzchoreographie für die Szene „Fieberwahn“, zu sehen ist Lore, die ihrer Großmutter im Fieberwahn ihre Erlebnisse erzählt © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausschnitt aus der Tanzchoreographie für die Szene „Fieberwahn“, zu sehen ist Lore, die ihrer Großmutter im Fieberwahn ihre Erlebnisse erzählt © SKD, Foto: Ronald Bonss

Der Sessel und der zugehörige Hocker „Perianth“ wurden beide in der Krebes Raumausstattung & Polsterei gefertigt. Als Gesamtdienstleister bietet die Manufaktur sowohl die Maßanfertigung von Polstermöbeln, das Neupolstern und -beziehen als auch das Planen und Gestalten von Heimtextilien an. Das Berliner Ladengeschäft bietet die Möglichkeit, einen Einblick in das Handwerk als Raumausstatter zu erhalten – gläserne Wände erlauben den Blick hinter die Kulissen. Besonderen Wert legen Krebes auf die Kontrolle ökologischer Unbedenklichkeit und fairer Herstellungsbedingungen ihrer Stoffe.

Nach dem Entwurf Hermann August Weizeneggers und unter Berücksichtigung von Nutzen und Funktionalität wird das Sesselgestell aus Hartholz in der Tischlerei maßgenau angefertigt. Damit wird die Grundform des Möbels definiert und die notwendige Struktur für die Polsterung angelegt.
Danach werden auf dem Gestell kreuzweise Gurte mit Nägeln befestigt. Darauf näht man Sprungfedern, welche miteinander verschnürt und mittels Knoten in Form gebracht werden. Lagen von Bezügen und Füllmaterial werden aufgebracht, bis sie die Gestalt des geplanten Sessels haben – die sogenannte „Fasson“. Abschließend bezieht man diese Lagen mit dem eigens dafür angefertigten Möbelstoff.

Maßanfertigung des Sesselgestells aus Hartholz für Modell „Perianth“, Design: Hermann August Weizenegger, Ausführung: Krebes Raumausstattung & Polsterei, Foto und © Krebes Raumausstattung & Polsterei

Maßanfertigung des Sesselgestells aus Hartholz für Modell „Perianth“, Design: Hermann August Weizenegger, Ausführung: Krebes Raumausstattung & Polsterei, Foto und © Krebes Raumausstattung & Polsterei

Die Vase „Flussgeist“ stammt aus der Manufaktur Gotthard – Glas. Der Ausgangspunkt für Gotthard Petricks Glasarbeiten liegt in einem in Arsall-Technik gefertigten Stück, das ihn vor langer Zeit faszinierte: eine aufwändige Überfangtechnik für Glas. Daraufhin absolvierte er eine Ausbildung zum Diplomingeneur für Glashüttentechnik, machte sich als Produktionsoptimierer selbständig und entwirft heute selbst. Seine Arbeitsweise wurde sein Markenzeichen, das er 2010 als „Gotthard-Glas“ schützen ließ. Heute präsentiert Petrick seine Arbeiten in seinem Bad Muskauer Geschäft.

Bei dieser Vase werden mittels Überfangtechnik verschiedenfarbige Glasschichten in einer mobilen Aufheizkiste auf ein Grundglas aufgeschmolzen. Die typische Arsall-Technik, die Gotthard Petrick so beeindruckte, kann in der Szene Geldsack an einer Vase bestaunt werden. Hierbei wird auf die jeweils oberste Schicht – auf der Fläche des in dieser Farbe gewünschten Musterteils – eine säurebeständige Schutzschicht aufgezogen. Anschließend werden mit einem Säureverfahren die ungeschützen Flächen in mehreren Schritten herausgeätzt, um das mehrfarbige Blumenmuster zu erzeugen. Abschließend werden die Vasen durch Sandstraheln satiniert.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fieberwahn“ © SKD, Foto: Torsten-Pieter Rösler

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fieberwahn“ © SKD, Foto: Torsten-Pieter Rösler

Jende Posamenten Manufaktur fertigte für diese Szene sowohl die Hängeleuchte „Quastenleuchte“ als auch die beiden Raffhalter „Forst“ für die Vorhänge an. Das Unternehmen zählt zu einer der letzten Manufakturen für traditionelle Posamenten (Besatzartikel auf textilen Endprodukten) in Deutschland. Gegründet wurde sie 1884 von Theodor Wagler in Berlin. Nachdem das Unternehmen drei Generationen lang in Berlin geführt wurde, wurde es 2006 in die Tuchmacherstadt Forst (Lausitz) verkauft, wo es 2013 Familie Jende aus der Insolvenz übernahm. Zum Sortiment gehören unter anderem verschiedenste Borten und Besätze, Schnuren und Fransen. Hauptsächlich in Handarbeit entstehen unterschiedlichste Quasten und Taue sowie gedrehte Textilkabel. Besonders aufwändig in der Gestaltung der Leuchte sind die beiden Baldachine. Die aus Holz bestehende Grundform wird von Hand mit einer zuvor gefertigten Gimpe (eine Art feste Schnur) berollt. Anschließend erfolgt die Bekettung mit dem Netz. Auf diese Art werden auch häufig die Facons von Quasten bearbeitet.

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Quastenleuchte“ ©SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Quastenleuchte“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ein besonderes Schmuckelement an dem Raffhalter ist das Spikat jeweils am Ende des Taus. Aus einer zuvor in Handarbeit hergestellten Gimpe wird per Hand ein Knoten gestochen. Das Spikat dient als Schmuckelement, aber auch als Abdeckung an dem Tau. Es ist in der Posamenterie auch an vielen anderen Produkten zu finden.

Raffhalter und Spikat „Forst“ in der Szene „Fieberwahn“ © SKD, Foto: Torsten-Pieter Rösler

Raffhalter und Spikat „Forst“ in der Szene „Fieberwahn“ © SKD, Foto: Torsten-Pieter Rösler

Weitere Mitwirkende Manufakturen in dieser Szene waren unter anderem Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, Meissen Couture ® und Deutsche Kunstblume Sebnitz. Diese werden wir in einem der kommenden Beiträge vorstellen oder wurden bereits vorgestellt.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.

 

 

 

Die falsche Blume – Eiswasser & Flussteufel

14. August 2015

Herzlich Willkommen (zurück) zu unserer Blogserie anlässlich der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“. Die Schau kann noch bis zum 13. September im Wasserpalais in Pillnitz bestaunt werden.

Wir nehmen Euch mit auf eine Reise durch die Sage der Lore. Heute begeben wir uns an die Stelle der Geschichte, an der Lore auf Ihrem Heimweg in den Sebnitzer Fluss einbricht und von dem zunächst erbosten Flussteufel gerettet wird. Die Szene „Eiswasser“ empfindet hierbei den Fluss und die schneebedeckte Winterlandschaft nach. Eine weitere kleinere Szene ist hierbei allein dem Flussteufel gewidmet und trägt daher auch seinen Namen.

Ausschnitt aus der Tanzchoreographie für die Szene „Eiswasser“, zu sehen sind Lore und der Sebnitzer Flussteufel © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausschnitt aus der Tanzchoreographie für die Szene „Eiswasser“, zu sehen sind Lore und der Sebnitzer Flussteufel © SKD, Foto: Ronald Bonss

Die drei Bettwäschen „Röntgenbotanik“, die im Hintergrund dieser Szene das Eiswasser simulieren, stammen aus der Manufaktur Curt Bauer GmbH, das mittelständische Familienunternehmen ist in vierter Generation seit über 130 Jahren tätig. Am Firmenstandort im erzgebirgischen Aue finden sich produktionsvorbereitende Bereiche wie zum Beispiel die Weberei oder Färberei. Das Hauptsortiment erstreckt sich von Haustextilien wie Bettwäsche oder Tischwäsche über Bekleidungsdamaste wie „Grand Boubou”-Kleidung bis hin zu technischen Textilien wie Laderaumabdeckungen. Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen hierbei auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Durch das Weben mit der Jacquard-Technik (Normale Webstühle können nur Gruppen von Kettfäden anheben – in der Jaquard-Technik können gezielt einzelne Kettfäden angehoben werden) können großflächige und detaillierte Musterungen mittels der programmierten Webstühle hergestellt werden.

In der Baumwollveredlung werden dann zuerst lose Faserenden abgesengt und das Textil gebleicht. Das darauf folgende Mercersieren verleiht der Wäsche durch Strecken der Fasern dauerhaften Glanz. Anschließend durchläuft das Textil unterschiedliche chemische und mechanische Methoden zur Herstellung der spezifischen Materialeigenschaften je nach Einsatzgebiet. Zuletzt wird das Textil beim Kalandern mit großem Druck und hoher Temperatur geglättet.

Ausstellungsansicht von einer der fünf Leuchten „Cumulus“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht von einer der fünf Leuchten „Cumulus“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Die fünf, von oben herabhängenden Leuchten „Cumulus“ wurden in der Manufaktur Weissfee GmbH gefertigt. Seit mehr als 20 Jahren steht die Firma in der Tradition vogtländischer Stickerei und Spitzen-Herstellung und kombiniert diese Kenntnisse mit moderner Technik und zeitgenössischer Gestaltung. Geführt wird das in Mühltroff bei Plauen ansässige Unternehmen, das einst als Verbund zahlreicher kleiner Manufakturen entstanden war, von der Eigentümerin Heike Peter. Ihre Vorliebe für weiß in weiß gestickte Arbeiten führte 2008 zum jetzigen Firmennamen und einer inhaltlichen Neupositionierung, die darauf abzielt, exklusive Spitzen-Textilien herzustellen.

Die Gestalter brachen den Entwurf der Blume in ein zweidimensionales, ornamentales Muster um. Eine Besonderheit dieser Art der Spitzenfertigung ist es, zwischen den Garnen Leerräume entstehen zu lassen, ohne dass die Konstruktion instabil wird. Durch generative Programmierung verformt sich das Spitzenband der Lampenschirme nach Auslösung und aufwändiger Konfektionierung zu individuellen Spiralen.

In der kleinen, danebenliegenden Szene „Flussteufel“ ist der Likör „Sebnitzer Flussteufel“ mit zwei passenden Likörgläsern zu sehen. Der Likör wurde eigens für diese Ausstellung durch Augustus Rex® Erste Dresdner Spezielitätenbrennerei GmbH gebrannt.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Flussteufel “ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Flussteufel “ © SKD, Foto: Ronald Bonss

„Nil nisi optimorum – Nur vom Besten“ – getreu diesem Gebot hat Augustus Rex® im Jahr 2001 die „Erste Dresdner Spezialitätenbrennerei“ gegründet. Die alten Streuobstwiesen August des Starken bieten sowohl die Rohstoffbasis für die sortenreinen Destillate als auch den Namen des Unternehmens. Ziel von Augustus Rex® ist es, nicht mehr wirtschaftlich genutzte, alte Obstsorten zu erhalten, indem aus ihnen hochwertige Edelbrände hergestellt werden. Diese einmaligen Ressourcen an ungespritztem Obst ermöglichen es hocharomatische, sortenreine Destillate in großer Vielfalt und hoher Qualität herzustellen.

Der Kräuterlikör besteht aus 50 ausgewählten Kräutern und wird mit reinem Quellwasser und Alkohol in Fässern angesetzt. Nach sensorischer Prüfung durch die Destillateure erfolgt das Abrunden der Aromatik durch den Zusatz von Zucker. Nach einer Ruhezeit von bis zu sechs Wochen wird der Kräuterlikör in Flaschen handabgefüllt und etikettiert. Für den „Sebnitzer Flussteufel“ wurden individuelle Etiketten gefertigt. Das darauf zu sehende Motiv kann gleichermaßen als Teufelsfratze oder als Blumensilhouette interpretiert werden.

Außerdem beteiligt an diesen Szenen war unter anderem die Manufaktur Deutsche Kunstblume Sebnitz. Mehr zu dieser Manufaktur findet ihr in diesem Beitrag.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.