Archiv für die Kategorie ‘SKD Vernetzt!’

Auf Entdeckungsreise in Peking

Mittwoch, 24. Oktober 2012

In Peking besichtigten wir auch das National Art Museum of China (NAMOC), das Capital Museum, das privat geführte Red Sandalwood Museum, waren zu Gast im Goethe-Institut und hatten Gelegenheit, in verschiedenen Museen (z. B. dem der Kunsthochschule, der Central Academy of Fine Arts (CAFA) angeschlossenen Museum und dem Beijing Today Museum) und Galerien einen Einblick in das zeitgenössische chinesischen Kunstschaffen zu gewinnen, das eine enorme Bandbreite an Themen und Reflexionsfeldern, vielfach zugleich ein durchaus kritisches Potential bot.
Neben den „offiziellen“ Programmpunkten hatte das NMC zahlreiche Besichtigungen weiterer kultureller und architektonischer „Highlights“ in und um Peking für uns organisiert und ermöglichte uns damit, Orte inner- und außerhalb des Stadtkerns kennen zu lernen. Die Verbotene Stadt hat ihrem Namen alle Ehre gemacht als wir in der Schlange am Ticketschalter standen: Die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel war dort zu Gast und für über eine Stunde gab es keinen Einlass für Touristen in die ehemals kaiserliche Palastanlage.

Massentourismus in der Verbotenen Stadt

 

Wir haben außerdem Teile der Altstadt mit den traditionellen Hutongs gesehen, sind auf die Große Mauer „geklettert“, wie man im Chinesischen sagt, haben den Sommerpalast am Kunming-See besucht, waren auf dem ehemaligen Olympiagelände und haben den Himmelstempel mit dazugehörigem Park besichtigt – ein Ort, an dem auch die Bewohner Pekings gern ihre Freizeit verbringen. Zu guter Letzt durfte auch ein Besuch einer Aufführung der Peking-Oper nicht fehlen – ein schönes, für europäische Ohren aber doch gewöhnungsbedürftiges Klangerlebnis.

Sonntagsausflug zum Himmelstempel

 

 

Pekinger Wochenendvergnügen: Karten- und Mahjong-Spieler im Park des Himmelstempels

Das National Museum of China (NMC) stellt sich vor

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Das National Museum of China. Ansicht der Fassade vom Platz des Himmlischen Friedens

Das Programm in Peking sah sowohl das Kennenlernen ausgewählter Arbeitsbereiche und Ausstellungen des NMC vor als auch Besuche in anderen Kulturinstitutionen der Hauptstadt. In einer Überblicksvorlesung wurden wir gleich zu Beginn mit der Geschichte und der Organisationsstruktur des Hauses, das in diesem Jahr unter Einbeziehung der Vorgängermuseen sein 100-jähriges Jubiläum beging, vertraut gemacht. Das heute National Museum of China (NMC) ist hervorgegangen aus der Fusion zweier Museen, des National Museum of Chinese History und des National Museum of Chinese Revolution, und versteht sich gleichermaßen als Geschichts- und Kunstmuseum. Seit seiner Erweiterung und Wiedereröffnung im Jahr 2011 gilt das Haus als größtes Museum der Welt. Die Dimensionen sind in der Tat gigantisch: Auf einer Fläche von nahezu 200.000 m² befinden sich 48 Ausstellungshallen. Bis zu 39.000 Besucher (täglich!) besichtigen die derzeit 2 permanenten und 12 Sonderausstellungen. 1,2 Millionen Objekte werden in modernen, mit Mobiliar aus Kampferholz ausgestatteten Depots bewahrt, von denen wir zwei besichtigen konnten. Ohne Sicherheitspersonal und die große Anzahl Ehrenamtlicher einzurechnen, sind 500 Mitarbeiter in 27 Abteilungen am NMC beschäftigt.

Empfang der Gruppe durch den Generaldirektor des National Museums of China, Lu Zhangshen und Huang Zhenchun, Parteisekretär und stellvertretender Direktor, Foto: Ma, Tengfei

Einblicke in die wissenschaftliche Tätigkeit am NMC erhielten wir durch zwei Vorlesungen: Eine zur Geschichte der chinesischen Keramik und des chinesischen Porzellans – wir Dresdner vernahmen, dass „unsere“ Porzellansammlung eines von weltweit nur noch 70 vorhandenen Exemplaren des bläulich glasierten Porzellans der Yuan-Dynastie (1206-1368) beherbergt – eine andere zur Kalligraphie, klassischen Malerei und Siegelkunst. In weiteren Vorlesungen und Seminaren wurden wir mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Digitalisierung sowie der Vermittlungsarbeit vertraut gemacht. Letzteres erfolgte sehr anschaulich, indem wir selbst zu Probanden eines museumspädagogischen Programmes zu Musik und Malerei für Kinder wurden.
Selbstverständlich besichtigten wir auch alle Dauer- und Sonderausstellungen, einige unter sachkundiger Führung, andere im Selbststudium.

Sehr informativ war auch der Besuch der Restaurierungswerkstätten im Scientific and Technical Conservation Department des NMC, das in Shi Liuzhuang, etwas außerhalb der Innenstadt liegt und in dem 50 Mitarbeiter überwiegend für das NMC, aber auch für andere Museen tätig sind. Darüber hinaus waren wir zu Gast in der State Administration of Cultural Heritage unterstellten Chinese Academy of Cultural Heritage, der außerdem das National Conservation Centre for Underwater Cultural Heritage angeschlossen ist. In beiden Einrichtungen konnten wir uns in den technisch gut ausgestatteten Werkstätten und Laboren umsehen und kamen mit den jeweils Verantwortlichen ins Gespräch.

Werkstatt für Papierrestaurierung in der Chinese Academy of Cultural Heritage

Unterwegs in China – Das Kulturaustauschprogramm unser Resümee

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Als Teil eines Kulturaustauschprogramms mit dem National Museum of China (NMC), Peking haben 11 Volontäre und wissenschaftliche Mitarbeiter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, den Staatlichen Museen zu Berlin und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München Peking, Xi’an und Shanghai, China bereist.

Gruppenfoto mit dem Generaldirektor des National Museums of China, Lu Zhangshen (Mitte) und Huang Zhenchun, Parteisekretär und stellvertretender Direktor (4. von links) Foto: Ma, Tengfei

Julia Fabritius, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Forschung & Wissenschaftliche Kooperation und Petra Martin, Kustodin für die Südostasien-Sammlungen berichten nun abschließend in einer fünfteiligen Serie von ihren Erlebnissen und Eindrücken.

Auf nach China – Start des Kulturaustauschprogramms

Dienstag, 28. August 2012

Im Rahmen des Kulturaustauschprogramms mit dem National Museum of China (NMC), das 2010 von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, den Staatlichen Museen zu Berlin und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München ins Leben gerufen wurde, erfolgt nun der erste Gegenbesuch der deutschen Institutionen. Zwischen dem 25. August und 15. September reisen 11 Volontäre und wissenschaftliche Mitarbeiter der deutschen Partner nach China und besuchen Peking, Xi’an und Shanghai.

Aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nehmen vier Mitarbeiter teil: Petra Kuhlmann-Hodick, Oberkonservatorin im Kupferstich-Kabinett, Julia Fabritius, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Forschung & Wissenschaftliche Kooperation, Dietmar Grundmann, Kustos für Südostasien und Ostasien in den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen und Petra Martin, Kustodin für die Südostasien-Sammlungen ebenfalls in Staatlichen Ethnographischen Sammlungen.

Vor der Abreise packten Petra Kuhlmann-Hodick und Julia Fabritius noch die Gastgeschenke ein: ausgewählte Kataloge, Schokolade, aber auch die beiden Engelchen der von Raffaels Sixtinischer Madonna werden mit nach China reisen.

Inzwischen sind alle vier Kollegen in Peking angekommen und hatten bereits die Gelegenheit dem Himmelstempel im Süden der Stadt zu besichtigen. Die Anlage wurde 1420 von Kaiser Yongle errichtet, brannte 1889 ab, wurde 1890 neu aufgebaut und ist nun ein Wahrzeichen Pekings.

An dieser Stelle berichten wir regelmäßig über die Erfahrungen unserer Kollegen im Reich der Mitte und wünschen ihnen schon jetzt eine gute Reise und tolle Erfahrungen!

Inklusion durch Kunst und Kultur

Mittwoch, 30. November 2011

Unter dem Titel “Inklusion durch Kunst und Kultur” veranstaltete die Museumspädagogik der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vom 27. bis 28. Oktober 2011 einen Kongress zur Barrierefreiheit in Museen. Namhafte Referenten, wie beispielsweise Herr Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe Regional Governance im Kulturbereich von der Fachhochschule Potsdam, Herr Ramseyer, Leiter des Projektes museumssterne*** – museen basel offen für behinderte, Herr Stefan Göthling, Geschäftsführer von “Mensch zuerst”, Herr Dr. Thomas Kahlisch, Leiter der Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig oder Herr Dr. Bernhard Conrads, der Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe i. R., zeigten die vielseitigen Möglichkeiten, aber auch die Problematik einer Umsetzung eines barrierefreien Museums auf.

Mit Mitgliedern unterschiedlicher Behindertenverbände – beispielsweise dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. und dem Ortsverein Schwerhörige Dresden e.V.der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der Stadt Dresden sowie mit Mitarbeitern und Kollegen aus dem Bereich Kunst und Kultur wurden die Bedürfnisse einer Inklusion von Menschen mit Behinderungen verschiedenster Besuchergruppen aufgeführt, diskutiert und erörtert.

Der Begriff Inklusion fordert die Gleichwertigkeit eines Menschen unter der Voraussetzung des Vorhandenseins von Unterschieden. Dies beinhaltet, dass es die Aufgabe der Gesellschaft ist, einen Menschen in seiner Individualität zu akzeptieren und Strukturen bzw. Möglichkeiten zu schaffen, soziale Teilhabe ohne besondere Erschwernis und in vollem Umfang zu ermöglichen. Uneingeschränkte und barrierefreie Zugänge zu schaffen, die es unabhängig von unterschiedlichen Behinderungen gestatten, diese in gewohnter Weise und möglichst ohne fremde Hilfe zu nutzen, ist nur ein Aspekt von vielen.

Begleitend zum Kongress fand eine Benefizveranstaltung „Kinder helfen Kindern“ im Tonnengewölbe des Residenzschlosses statt. Dort präsentierten Kinder der 16. Grundschule des Gymnasiums Bühlau, Kinder vom KunstRaum des Förderzentrums Sprache Dresden und Kinder vom AWO-Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche Dresden ihre Kunstwerke. Mit dem Erlös der Versteigerung und dem Verkauf einer Kinderzeichnung wurde der Verein zur Förderung körperbehinderter und chronisch kranker Kinder und Jugendlicher e. V. und der Förderverein der Johann-Friedrich-Jencke Schule e. V. Dresden unterstützt. Mit beiden Vereinen sind 2012 tolle Projekte geplant!

LIPSIUS VIBES – JUNGE FREUNDE feiern im Lipsiusbau

Montag, 28. November 2011

Am Vorabend des diesjährigen Buß- und Bettages lockten die JUNGEN FREUNDE wieder in die Kunsthalle im Lipsiusbau. Die 5. Kunstparty auf der Brühlschen Terrasse war ein Rekord: 711 Gäste kamen, um die Kunstwerke der Ausstellung Neue Sachlichkeit in Dresden. Malerei der Zwanziger Jahre von Dix bis Querner zu betrachten und im Anschluss bei guter Musik zu feiern. Intensive Gespräche mit den Live-Speakern, kostümierte Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) und die Musik der Band Schön Schwarz und Kokü ließen den Abend zu einem ganz außergewöhnlichen Musemsbesuch werden. 23 JUNGEN FREUNDE konnten neu gewonnen werden und somit unterstützen mittlerweile rund 300 junge Menschen die Interessen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Immer mehr JUNGE FREUNDE strömen zu den monatlichen Jours fixes und kommen dabei mit den Ausstellungskuratoren, Galeristen und Künstlern ins Gespräch. Das Engagement für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird immer mehr zur Herzensangelegenheit – auch junger Menschen! Mehr Bilder des Abends und natürlich alles rund um die JUNGEN FREUNDE der SKD gibt es auf der Facebook Fanpage.