Mit ‘Museum’ getaggte Artikel

Blick in die Ausstellung: “Blickwechsel”, Teil 1

Mittwoch, 04. Mai 2016

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation „Blickwechsel” tritt das Kupferstich-Kabinett in einen Dialog mit den 14 Museen im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Bis 29. Mai 2016 ist in den Ausstellungsräumen im Residenzschloss ein ausgewähltes Werk aus jeder Sammlung mit einem oder auch mehreren Werken aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zu sehen.

Diese Gegenüberstellungen eröffnen ganz unterschiedliche Blicke auf die Werke, verschiedene Perspektiven und Fragestellungen. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, an einem einzigen Ort die reiche Vielfalt der Staatlichen Kunstsammlungen zu entdecken.

An dieser Stelle werden wir für die Dauer der Ausstellung wöchentlich eine solche Gegenüberstellung vorstellen.

Los geht’s mit der Gegenüberstellung Spiel und Konstruktion.

Hier begegnen sich eine Marionette aus der Puppentheatersammlung und eine Tuschezeichnung des Kupferstich-Kabinetts.

 

Kurt Schmidt, Diener aus "Die Abenteuer des kleinen Buckligen aus Tausendundeinernacht", 1923, Holz, gesägt, bemalt, Metall; Puppentheatersammlung, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Kurt Schmidt (1901-1991), Szene aus "Hippopotamos", 1970, Tusche, Tempera, Bleistift, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Das Bauhaus strebte im Lehrplan eine dem industriellen Zeitalter angepasste Ausbildung und Ästhetik an. Kunst und Technik sollten eine Einheit bilden.
Die Nachzeichnung SZENE AUS HIPPOPOTAMOS dokumentiert einen der Entwurfansätze für das Mechanische Ballett, das Kurt Schmidt 1923 als Student für die Bauhaus-Bühne im Rahmen der Festwoche konzipierte. In dem Bühnenspiel verbindet sich konstruktivistische Abstraktion mit Bewegungsabläufen zu Musik, erzeugt durch geometrische, farbige Formen, die an Tänzern befestigt sind. Die aus verschiedenen Elementen zusammengesetzte und als ‚Hippopotamos‘ bezeichnete Tanzfigurine blieb ein Entwurf.
Auf Anregung seines Lehrers Oskar Schlemmer entwarf Schmidt zum Auftakt seiner Arbeit in der Bühnenwerkstatt des Bauhauses in Weimar acht Marionetten für das Stück Die Abenteuer des kleinen Buckligen. Die archaisch anmutenden Figuren bestehen aus Elementen, die sich aus den drei Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck entwickeln. Sie sollen verschiedene Charaktere veranschaulichen und stehen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Puppenspielkultur nach dem Ersten Weltkrieg.

Neugierig geworden?

In zwölf sogenannten Kunstpausen werden die verschiedenen Blickwechsel näher erläutert. Die nächste Kunstpause findet am 09.05., um 17:30 Uhr in den Räumen der Ausstellung statt.
Thema: Blick in die Welt. Unter diesem Titel begegnen sich die Farblithographie Susu von Otto Dix und Vier Raphiatextilien aus Bakuba/Showwa, DR Kongo. Vorbeikommen lohnt sich unbedingt!

Einen Überblick über alle Kunstpausen und die Ausstellung “Blickwechsel” findet ihr hier, auf der Ausstellungsseite.

alle Besucherinformationen auf einen Blick:
Sammlungspräsentation “Blickwechsel” des Kupferstich-Kabinetts

Ausstellungszeitraum
29. April – 29. Mai 2016

Ausstellungsort
Residenzschloss
Kupferstich-Kabinett

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr,
dienstags geschlossen

Eintrittspreise

Neu: Ticket Kupferstich-Kabinett!
Eintritt € 6
ermäßigt € 4,50
Kinder und Jugendliche
unter 17 Jahren frei
Gruppen (ab 10 Personen)
€ 5,50 p. P.

Kunstpause Sonderticket
Eintritt + Kunstpause
€ 5
3er Ticket €13

Werk der Woche: Frank Lippold, “Wolkenbildung”

Donnerstag, 07. März 2013

Aus der Ausstellung “jetzt hier.Gegenwartskunst. Aus dem Kunstfonds”

Das nächste Kunstwerk, das wir Euch vorstellen, ist von Frank Lippold. Eine große Leidenschaft Lippolds, der an der HfBK in Dresden studiert hat, ist die traditionelle Technik des Holzschnitts. So schneidet der Künstler Naturstücke in schwarz bemaltes Sperrholz. Seine romantisch anmutenden Landschaften ähneln herkömmlichen Druckstöcken. Seine Kompositionen sind reine Naturansichten, die gleichwohl durch surreale und konstruktivistische Elemente kontrastiert werden: Frank Lippolds Interesse gilt dem Flüchtigen und so ist in “Wolkenbildung” der Moment eines Regengusses festgehalten.

Frank Lippold, Wolkenbildung, 2003/2005, Sperrholz/Acryl, 122 x 244 cm, Inv.-Nr. 47/2006, Förderankauf der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen 2006, Foto Herbert Boswank, Dresden © Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Frank Lippold, Wolkenbildung, 2003/2005, Sperrholz/Acryl, 122 x 244 cm, Inv.-Nr. 47/2006, Förderankauf der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen 2006, Foto Herbert Boswank, Dresden © Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Zu seinen Werken inspiriert den Künstler die ländliche und wildromantische Umgebung und die Geschichte von Schloss Scharfenberg, wo er sein Atelier hat. Im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts war das Schloss für kurze Zeit ein blühendes Zentrum der Romantik. Dort versammelte sich der „Scharfenberger Kreis“ mit führenden Köpfen der deutschen Romantik wie Novalis, E.T.A. Hoffmann, Heinrich von Kleist und anderen. Im Werk Lippolds verbinden sich auf bemerkenswerte Weise Kunst- und Geistesgeschichte, die in einer außergewöhnlichen Formensprache ein zeitgenössisches Abbild finden.

Unser Veranstaltungstipp: Sonderführung zum Thema “Dresdner und Leipziger Malerei”

10.03.2013, 11 Uhr: Annabell Rink führt durch die Ausstellung in der Kunsthalle im Lipsiusbau. Die Teilnahmegebühr beträgt 3 EUR zzgl. Eintritt.

 

Werk der Woche: Kerstin Flake, “Fake Spaces 04″

Freitag, 01. März 2013

Aus der Ausstellung “jetzt hier.Gegenwartskunst. Aus dem Kunstfonds”

Eröffnet:  Die Ausstellung „jetzt hier. Gegenwartskunst. Aus dem Kunstfonds“. Ab jetzt stellen wir Euch wöchentlich ein Werk der Ausstellung vor.

Den Auftakt macht ein Werk der Leipziger Fotografin Kerstin Flake, das gleichzeitig auch das Titelmotiv ist.
Es stammt aus der Serie „Fake Spaces“ und ist eine von zwei Fotografien, die 2010 als Förderankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für den Kunstfonds erworben wurde. Die Serie entstand in verschiedenen verwaisten Abrisshäusern, die die Künstlerin zeitweise als Ateliers nutzte. Sie inszenierte ihre bizarren Bildwelten mit dort vorgefundenen Hinterlassenschaften der letzten Bewohner. Gleich einem „geisterhafte[n] Aufstand der Dinge“ (Florian Ebner, 2009) scheinen sie ein seltsames Eigenleben zu entwickeln, ganz so, als ob die Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen will. Die rätselhaften und irritierenden Inszenierungen vor Ort sind auch als Widerstand gegen mediale Möglichkeiten der Bildfindung zu verstehen, die zudem auf spielerische Weise das Versprechen der Fotografie auf ihren Wahrheitsgehalt hin hinterfragen.

Kerstin Flake, Fake Spaces 05, 2006 C Print, 142,5 x 103,2 cm Inv. Nr. 84/ 2010 © Kunstfonds, SKD

Kerstin Flake, Fake Spaces 04, 2006 C Print, 142,5 x 103,2 cm Inv. Nr. 84/ 2010 © Kunstfonds, SKD

Ans Herz legen möchten wir Euch auch den kleinen pfiffigen Ausstellungsführer, ein „Bilderbuch“, das jeden Künstler mit einem Werk vorstellt und quasi die Ausstellung zum Mitnehmen anbietet. Eine Idee dahinter war einerseits, der Kunst ihren Raum zu lassen und diesen nicht mit Raum- oder Objekttexten einzuengen und anderseits zur Vermittlung der einzelnen Werke über den Ausstellungszeitraum hinweg beizutragen. Einige der Werke sind im Führer erstmals publiziert und besprochen. Er ist in Deutsch und Englisch verfügbar.

Unser Veranstaltungstipp: Mit Jens Besser spazieren.

02.03.2013, 16 Uhr “Urban Art Walk – Stadtspaziergang zu zeitgenössischen Wandbildern und Street-Art Interventionen in der Dresdner Friedrichstadt ”
ACHTUNG: Treffpunkt Adlergasse 14 – Eingang riesa efau

150.000ster Besucher geehrt!

Donnerstag, 09. August 2012

Am 7. August konnte in der Ausstellung „Die Sixtinische Madonna. Raffaels Kultbild wird 500“ in der Gemäldegalerie Alte Meister die 150.000ste Besucherin begrüßt werden.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die 62jährige Lehrerin Brigitte Gerholdt aus Altenkirchen im Westerwald schenkte ihrer Tochter, einer Kunstgeschichtsstudentin in Mainz, als Geburtstagsgeschenk eine zwei Tagesreise nach Dresden und wurde in der Gemäldegalerie Alte Meister prompt als 150.000ste Besucherin der Jubiläumsausstellung empfangen. Neben einem Blumenstrauß überreichte ihr der Direktor der Galerie Prof. Dr. Bernhard Maaz den umfangreichen Ausstellungskatalog und führte sie in die Schau ein, die noch bis zum 26. August 2012 zu sehen ist.