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Inklusion durch Kunst und Kultur

Mittwoch, 30. November 2011

Unter dem Titel “Inklusion durch Kunst und Kultur” veranstaltete die Museumspädagogik der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vom 27. bis 28. Oktober 2011 einen Kongress zur Barrierefreiheit in Museen. Namhafte Referenten, wie beispielsweise Herr Dr. Patrick S. Föhl, Leiter der Forschungsgruppe Regional Governance im Kulturbereich von der Fachhochschule Potsdam, Herr Ramseyer, Leiter des Projektes museumssterne*** – museen basel offen für behinderte, Herr Stefan Göthling, Geschäftsführer von “Mensch zuerst”, Herr Dr. Thomas Kahlisch, Leiter der Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig oder Herr Dr. Bernhard Conrads, der Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe i. R., zeigten die vielseitigen Möglichkeiten, aber auch die Problematik einer Umsetzung eines barrierefreien Museums auf.

Mit Mitgliedern unterschiedlicher Behindertenverbände – beispielsweise dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. und dem Ortsverein Schwerhörige Dresden e.V.der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen der Stadt Dresden sowie mit Mitarbeitern und Kollegen aus dem Bereich Kunst und Kultur wurden die Bedürfnisse einer Inklusion von Menschen mit Behinderungen verschiedenster Besuchergruppen aufgeführt, diskutiert und erörtert.

Der Begriff Inklusion fordert die Gleichwertigkeit eines Menschen unter der Voraussetzung des Vorhandenseins von Unterschieden. Dies beinhaltet, dass es die Aufgabe der Gesellschaft ist, einen Menschen in seiner Individualität zu akzeptieren und Strukturen bzw. Möglichkeiten zu schaffen, soziale Teilhabe ohne besondere Erschwernis und in vollem Umfang zu ermöglichen. Uneingeschränkte und barrierefreie Zugänge zu schaffen, die es unabhängig von unterschiedlichen Behinderungen gestatten, diese in gewohnter Weise und möglichst ohne fremde Hilfe zu nutzen, ist nur ein Aspekt von vielen.

Begleitend zum Kongress fand eine Benefizveranstaltung „Kinder helfen Kindern“ im Tonnengewölbe des Residenzschlosses statt. Dort präsentierten Kinder der 16. Grundschule des Gymnasiums Bühlau, Kinder vom KunstRaum des Förderzentrums Sprache Dresden und Kinder vom AWO-Heim für körperbehinderte Kinder und Jugendliche Dresden ihre Kunstwerke. Mit dem Erlös der Versteigerung und dem Verkauf einer Kinderzeichnung wurde der Verein zur Förderung körperbehinderter und chronisch kranker Kinder und Jugendlicher e. V. und der Förderverein der Johann-Friedrich-Jencke Schule e. V. Dresden unterstützt. Mit beiden Vereinen sind 2012 tolle Projekte geplant!