Jetzt bewerben: „Provenance Research Exchange Program (PREP)“ 2018

Bis zum 15. September 2017 können sich qualifizierte Interessentinnen und Interessenten für das „Provenance Research Exchange Program (PREP)“ 2018 bewerben.

PREP wird erstmals Museumsfachleute aus Deutschland und den USA, die mit Provenienzforschung und der Erforschung des nationalsozialistischen Kunstraubs befasst sind, für einen dreijährigen systematischen Austausch zusammenführen. Das Programm soll in beiden Ländern dazu beitragen, die Methoden und Kompetenzen der Provenienzforschung zu erweitern und somit die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut zu unterstützen. Zudem wird das Programm den Rahmen der NS-Provenienzforschung für die NS-Zeit, die sich bisher vorrangig auf Gemälde, Skulpturen und Judaika konzentriert, erweitern und verstärkt asiatische Kunst, Kunstgewerbe sowie Grafik/Arbeiten auf Papier einbeziehen.

Zentrales Anliegen des Projekts ist die Vernetzung der mit Provenienzforschung
befassten verschiedenen Berufsgruppen an Museen und Forschungseinrichtungen,
allen voran der Wissenschaftler/Kustoden in den Museen und der Provenienzforscher. Einbezogen werden auch Archivare, Juristen sowie Spezialisten der digital humanities, also Berufsgruppen, die Provenienzforschung vor Ort in Archiven und Forschungseinrichtungen ermöglichen und unterstützen sowie als Multiplikatoren eine wichtige Rolle spielen. Doktoranden und Volontäre an Museen sind ebenfalls eingeladen
am Austauschprogramm teilzunehmen.

Das PREP soll ein inspirierendes Forum für ein kommendes professionelles Netzwerk bieten: Die Teilnehmer werden jeweils vor Ort verfügbare Quellen, Ressourcen und lokale Experten kennenlernen und erhalten die Möglichkeit, sich zu ihren Forschungsthemen auszutauschen. Ziel des Pro-gramms soll es sein, gemeinsame Forschungsthemen, -desiderate und -ressourcen zu identifizieren ebenso wie verschiedene Methoden und Technologien in den USA und Deutschland kennenzulernen, um so künftige gemeinsame Projekte zu entwickeln und die Ausbildung der nächsten Generati-on von Museumsfachleuten zu befördern. Das PREP wird die Entwicklung einer gemeinsamen Forschungsplattform fördern und einen deutsch-amerikanischen Leitfaden zur Provenienzforschung zum NS-Kunstraub erarbeiten, um die Forschung zu den Kulturgutverlusten zu unterstützen und in beiden Ländern zum Auffinden geraubter Kunstwerke beizutragen.

Die Federführung des Programms haben die Smithsonian Institution, Washington D.C. und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Staatliche Museen zu Berlin. Weitere Partner sind das Metropolitan Museum of Art, New York, das Getty Research Institute, Los Angeles, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Zentralinstitut für Kunstgeschichte München. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) wirkt in beratender Funktion mit.

Diese Partner werden in den Jahren 2017 bis 2019 in ihrer jeweiligen Stadt ein einwöchiges Treffen mit Workshops, Besichtigungen und öffentlichen Veranstaltungen ausrichten (New York – Berlin in 2017; Los Angeles – München in 2018; Washington, D.C. – Dresden in 2019). An jeder Station wird PREP eine öffentliche Veranstaltung anbieten, um über die Provenienzforschung an deutschen und amerikanischen Museen zu informieren

Informationen zum Programm, zu den Bewerbungsvoraussetzungen und zum Bewerbungsverfahren findet ihr hier:

PREP Call for Applications 2018

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