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Dieser Beitrag setzt unsere Blog-Reihe zu den Restaurierungsarbeiten des Dresdner Damaskuszimmers fort

200 Jahre sind nicht spurlos am Damaskuszimmer vorbeigegangen. Die verwendeten Materialien begannen bereits am ersten Tag zu altern – ein langsamer Prozess, den alle Kunstwerke durchlaufen. Für den Laien ist das meist nicht sichtbar. Erst wenn Farbschichten sich zu Runzeln und Falten zusammenschieben oder abzufallen drohen, werden die Folgen der stetigen Mikrobewegungen in den Kunstobjekten in drastischer Form sichtbar. Manche Veränderungen werden zudem durch chemische Reaktionen ausgelöst, z. B. wenn unedle Blattmetalle korrodieren oder Farbschichten sich entfärben. Beim Damaskuszimmer wurde eine breite Palette an Farben, Metallauflagen und gefärbten Lacküberzügen verwendet, die uns heute mit ihren komplexen Alterungserscheinungen konfrontieren. Diese müssen analysiert, verstanden und ausgewertet werden, um die richtigen Entscheidungen für die konservatorische und restauratorische Behandlung - und damit für den zukünftigen Erhalt des Zimmers - fällen zu können. In Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftlern wurden die Schadensphänomene erforscht und das Restaurierungskonzept erstellt. Die folgenden Fotos geben einen Einblick in die vielfältigen Veränderungen.

Details des Dresdner Damaskuszimmers, Rahmenwerk der Wandvertäfelungen mit Blumenvasenkartuschen, rotgoldene Blattmetallauflage auf Vase und Kartuschenrahmen gut erhalten © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2016

Details des Dresdner Damaskuszimmers, Rahmenwerk der Wandvertäfelungen mit Blumenvasenkartuschen, rotgoldene Blattmetallauflage auf Vase und Kartuschenrahmen gut erhalten

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2016

Details des Dresdner Damaskuszimmers, Rahmenwerk der Wandvertäfelungen mit Blumenvasenkartuschen, durch Korrosion grün verfärbte, kupferhaltige Schlagmetallauflagen © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2016

Details des Dresdner Damaskuszimmers, Rahmenwerk der Wandvertäfelungen mit Blumenvasenkartuschen, durch Korrosion grün verfärbte, kupferhaltige Schlagmetallauflagen

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2016

Detail des Wandgesimses des Damaskuszimmers. Die Blattmetallauflagen sind korrodiert und haben zu Farbveränderungen geführt: Alle hellgrünen Ornamente glänzten ursprünglich in einem rötlichen Goldton – es handelt sich um kupferhaltige Schlagmetallauflagen. Das Kupfer hat sich zu grünen Korrosionsprodukten umgewandelt. Die grauen Ornamente glänzen teilweise noch in ihrem silberigen Ton, der durch die Zinnfolienauflage entsteht. Auf einigen Ornamenten hat sich die Zinnfolie hingegen zu mattem, dunklem Grau verändert.  © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Detail des Wandgesimses des Damaskuszimmers. Die Blattmetallauflagen sind korrodiert und haben zu Farbveränderungen geführt: Alle hellgrünen Ornamente glänzten ursprünglich in einem rötlichen Goldton – es handelt sich um kupferhaltige Schlagmetallauflagen. Das Kupfer hat sich zu grünen Korrosionsprodukten umgewandelt. Die grauen Ornamente glänzen teilweise noch in ihrem silberigen Ton, der durch die Zinnfolienauflage entsteht. Auf einigen Ornamenten hat sich die Zinnfolie hingegen zu mattem, dunklem Grau verändert.

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Detail eines Deckenpaneels des Damaskuszimmers. Die mit leuchtend blauer Smalte (gemahlenes blaues Glaspulver) bemalten Flächen haben nur dort ihr kräftiges Blau bewahrt, wo sie nicht mit einem späteren Firnis überstrichen wurden. Der Firnis verfärbt die leuchtend blaue Farbe unwiederbringlich zu einem Dunkelgrau (in den Flächen mit den weißen Ranken), da Firnisreste auch nach der Abnahme in der porösen Farbschicht verbleiben. © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Detail eines Deckenpaneels des Damaskuszimmers. Die mit leuchtend blauer Smalte (gemahlenes blaues Glaspulver) bemalten Flächen haben nur dort ihr kräftiges Blau bewahrt, wo sie nicht mit einem späteren Firnis überstrichen wurden. Der Firnis verfärbt die leuchtend blaue Farbe unwiederbringlich zu einem Dunkelgrau (in den Flächen mit den weißen Ranken), da Firnisreste auch nach der Abnahme in der porösen Farbschicht verbleiben.

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Autorin: Dr. Anke Scharrahs, freie Restauratorin

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