Die falsche Blume – Frühlingszauber & Fürbitten

Herzlich Willkommen (zurück) zu unserer Blogserie anlässlich der Ausstellung „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“. Die Schau kann noch bis zum 13. September im Wasserpalais, im Schloss Pillnitz bestaunt werden.

Heute setzen wir die Reise fort und begeben uns an die Stelle der Geschichte, an der Lore aufgrund des hohen Fiebers und der Erschöpfung noch in derselben Nacht nach ihrer Heimkehr verstirbt. Die Szene Frühlingszauber spiegelt das wundersame Ereignis des plötzlichen Frühlingserwachens, der von Lores Totenkranz ausgeht, in der ganzen Gegend wieder.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Frühlingszauber“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Frühlingszauber“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

In langanhaltenden Wintern entwickelte sich daher die Tradition, dass sich alle Menschen der Gegend in der Kapelle versammelten und Lore in ihre Fürbitten einschlossen. Der Totenkranz und die Kapelle werden daher in der Szene „Fürbitten“ nachempfunden.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fürbitten“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Fürbitten“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Der Intarsien-Fußboden „Flora“ stammt aus der Werkstatt von Gunter Ludwig. Der Handwerksmeister und geprüfte Restaurator fertigt in Schmiedeberg neue, hochwertige Fußböden oder frischt bestehende, wertvolle Holzfußböden oder Dielungen fachmännisch auf. Aus verschiedenen Hölzern fertigt er zudem kunstvolle Intarsien nach Kundenwunsch.

Zunächst wird der grafische Entwurf der Blume in ein Schablonenmuster übertragen. Hierbei wird festgelegt, welche Farbigkeit durch welche Hölzer bewirkt wird und welche Maße die einzelnen Teile haben sollen. Bis ins kleinste Detail wird die feingliedrige Musteradaption geplant. Aus Esche, Roteiche und Eiche werden die einzelnen Elemente in Form flacher Plättchen zurechtgesägt, im Motiv angeordnet und anschließend so auf dem Trägermaterial verleimt, dass die eingelegten Holzstückchen bündig mit der Oberfläche abschließen. Zum Schluss erfolgt eine pflegende Nachbehandlung.

Die vier Wanddekor-Platten stammen aus dem Hause Meissen Couture®. Gegründet durch August den Starken im Jahre 1710, ist die Manufaktur Meissen® die älteste Porzellanmanufaktur in Europa. In den letzten Jahren entwickelte sie sich zu einer Luxusmarke, die unter dem Namen Meissen Couture® firmiert. Die Manufaktur Meissen® mit Sitz in Sachsen ist das Kompetenzzentrum für die Produktion hochwertiger Porzellanobjekte sowie für künstlerische Handmalerei in Perfektion. Seit 1918 ist die Gruppe Meissen Couture® im Besitz des Freistaates Sachsen und beschäftigt heute etwa 650 Mitarbeiter.

Teller mit der Loreblume in Aufglasur, © Meissen

Teller mit der Loreblume in Aufglasur, © Meissen

Nach der Zeichenschulausbildung erlernt der Porzellanmaler die traditionelle Meissener Handmalerei. Das Ausarbeiten von Dekoren kann vor dem Brand in Unterglasur- oder nach dem Brand in Aufglasurmalerei auf die Oberfläche des Porzellans erfolgen. Bei der Unterglasurmalerei ist zu beachten, dass sich die Farbpigmente durch den Brand verändern. Die Technik ist hierbei die selbe, wie bei der Aufglasur der 3 Teller „Flussteufel“ in der Szene „Geldsack“.

Doch nicht nur die Porzellanmalerei gehört zu dem Fachgebiet von Meissen Couture©, so fertigte die Manufaktur verschiedene Schmuckelemente für die Hängeleuchte „Meissenland“ in der Szene „Geldsack“.

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Meissenland“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht der Hängeleuchte „Meissenland“ © SKD, Foto: Ronald Bonss

Da Porzellanfiguren nicht im Ganzen gefertigt werden können, formt man zunächst Einzelteile aus Porzellanmasse. Der Bossierer überarbeitet diese Einzelelemente und fürgt sie zu einem Ganzen zusammen. Schmluckelemente, wie etwa die Blüten, modelliert der Bossierer frei in der Handfläche oder mit Ausformhilfen.

Inzwischen bietet Meissen Couture© seinen Kunden eine Vielfalt von Produkten, so wurde die Produktpalette deutlich erweitert und reicht derzeit von Textilmode wie Braut- oder Abendkleider, über Accessoires wie Hand- und Brieftaschen bis hin zu Einstecktüchern

Weitere Mitwirkende Manufakturen in diesen Szenen waren unter anderem Deutsche Kunstblume Sebnitz und Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, diese werden wir in einem der kommenden Beiträge vorstellen oder wurden bereits vorgestellt.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.

 

 

 

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