Schritt für Schritt zur alten Schönheit – Step-by-step: revealing original resplendence – خطوة بخطوة نحو الجمال القديم


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Herzlich Willkommen zu unserer neuen Blog-Reihe, in der wir über die Restaurierungsarbeiten des Dresdner Damaskuszimmers berichten.

Zu Beginn der Arbeiten waren alle einhundert Bauteile des Zimmers in ihrem Bestand gefährdet. Die plastisch erhabenen Reliefverzierungen und die aufwändigen Bemalungen hatten ihre Verbindung zum Holzuntergrund verloren und drohten großflächig abzufallen. Deshalb stand am Beginn des Restaurierungsprojekts die sorgfältige Konsolidierung der originalen Farbschichten.

Abblätterende Farbschichten © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2014

Abblätterende Farbschichten

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2014

Roja Zaroodi beim Festigen der Bemalung © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2014

Roja Zaroodi beim Festigen der Bemalung

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2014

Während der Konsolidierung der Farbschichten © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2014

Während der Konsolidierung der Farbschichten

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2014

Nach der Festigung der gelockerten Bemalung werden Leim- und Harzüberzüge abgenommen, die 1899 für den Verkauf des Zimmers nach Deutschland zum Auffrischen der Farben aufgetragen wurden. Diese ursprünglich transparenten Überzüge haben sich durch Alterungsprozesse braun verfärbt und entwickeln Spannungen, die zu Beschädigungen der darunterliegenden Originalfarben führen. Nach der Abnahme dieser späteren Schichten sind nun erstmals seit 100 Jahren wieder die leuchtenden Originalfarben sichtbar.

Während der Abnahme von Leim- und Firnisschichten © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Während der Abnahme von Leim- und Firnisschichten

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Während der Abnahme von Leim- und Firnisschichten © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Während der Abnahme von Leim- und Firnisschichten

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Kleine, weiß hervorblitzende Fehlstellen werden mit Aquarellfarbe eingetönt, um der kunstvollen Gesamtkomposition wieder ihre ursprüngliche Wirkung zurückzugeben. Dabei wird nicht jeder Schaden unsichtbar gemacht, sondern nur die besonders ins Auge fallenden Fehlstellen farblich integriert. Das Zimmer soll mit den Spuren seiner Geschichte als gealtertes Kunstwerk erfahrbar bleiben.

Restauratorin Karoline Friedrich während der Retusche © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Restauratorin Karoline Friedrich während der Retusche

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Detail eines Wandpaneels während der Retusche © Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Fotos: Anke Scharrahs, 2015

Detail eines Wandpaneels während der Retusche

© Museum für Völkerkunde Dresden, SKD, Foto: Anke Scharrahs, 2015

Hier besteht die Möglichkeit, den Fortgang der Restaurierungsarbeiten kontinuierlich zu verfolgen. Das Museum bietet spezielle Führungen mit Rundgängen durch die „Schauwerkstatt“ der Restauratoren an. Anmeldung beim Besucherservice erforderlich; maximale Teilnehmeranzahl: 15 Personen. Für mehr Informationen zu den Führungen bitte hier klicken.

Autorin: Dr. Anke Scharrahs, freie Restauratorin

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