Archiv für August 2014

#myRembrandt zu Besuch in Dresden

Freitag, 01. August 2014

Die Bayrischen Staatsgemäldesammlungen machen derzeit mit einer wunderbaren Social-Media-Aktion auf sich aufmerksam: #myRembrandt. Während der Teilschließung der Alten Pinakothek gehen Repliken des berühmten Selbstportraits von Rembrandt (1629) auf Reisen und erkunden die Welt außerhalb der bekannten Museumswände.

Nun erreichte #myRembrandt Dresden, nach einer aufregenden Reiseroute, die ihn bereits nach China zu Ai Weiwei, nach Kreta und gar ins Weltall führte.

Wir nahmen ihn mit auf eine Stadtbesichtigung durch das sächsische Elbflorenz und durch unsere Museen, wo er gar auf den ein oder anderen Bekannten traf.

Unsere Tour startete in der Dresdner Altstadt, wo Rembrandt als erstes die Semperoper erblickte…

#myRembrandt auf dem Theaterplatz vor der Semperoper

#myRembrandt auf dem Theaterplatz vor der Semperoper

Unser nächster Stopp war die Frauenkirche…

Frauenkirche

Die Frauenkirche auf dem Dresdner Neumarkt

Dort entdeckte Rembrandt einen Engel – und dieser ihn – und was sollen wir sagen: Es war “himmlische Liebe auf den ersten Blick”…

himmlische Liebe auf dem Neumarkt

himmlische Liebe auf dem Neumarkt

Unsere nächste Station: der Zwinger. Der barocke Gebäudekomplex beherbergt heute die Gemäldegalerie Alte Meister, die Porzellansammlung und den Mathematisch-Physikalischen Salon…

im Zwingerhof vor dem Mathematisch-Physikalischen Salon

im Zwingerhof vor dem Mathematisch-Physikalischen Salon

Aber gehen wir besser hinein: Im Mathematisch-Physikalischen Salon erwarteten Rembrandt hochpolierte Brennspiegel, historische Uhren und Automaten, Teleskope, astronomische Modelle sowie Erd- und Himmelgloben…

Die Planetenlaufuhr von Eberhard Baldewein (u.a.), gefertigt zwischen 1563 und 1568

Die Planetenlaufuhr von Eberhard Baldewein (u.a.), gefertigt zwischen 1563 und 1568

Rembrandt wagte gar einen Blick in die Sterne…

mit dem Spiegelteleskop von Johann Gottlob Rudolph (um 1748)

mit dem Spiegelteleskop von Johann Gottlob Rudolph (um 1748)

…und bewunderte die Rückseite des Parabolischen Brennspiegels von Peter Höse (um 1740)

Rückseite des Parabolischen Brennspiegels von Peter Höse

Rückseite des Parabolischen Brennspiegels von Peter Höse

Nachdem wir den Mathematisch-Physikalischen Salon hinter uns gelassen hatten, schaute Rembrandt gespannt auf den Glockenspielpavillon, der pünktlich um 15 Uhr sein Glockenspiel ertönen ließ…

Zwinger mit Blick auf den Glockenspielpavillon

Zwinger mit Blick auf den Glockenspielpavillon

…und erblickte einen Malerkollegen, dem er neugierig über die Schulter schaute…

von Maler zu Maler

von Maler zu Maler

Weiter ging es in die Gemäldegalerie Alte Meister, wo Rembrandt auf einen alten Bekannten traf…

Rembrandt und Saskia im Gleichnis vom verlorenen Sohn (um 1635)

Rembrandt und Saskia im Gleichnis vom verlorenen Sohn (um 1635)

…und natürlich lernte er auch höchstpersönlich Raffaels Sixtinische Madonna kennen, genauer gesagt die Engelchen um Fuße des Werkes…

Engel der Sixtinischen Madonna von Raffael (1512/13)

Engel der Sixtinischen Madonna von Raffael (1512/13)

Auch im Kupferstich-Kabinett, welches sich im Residenzschloss befindet, freute sich Rembrandt über ein Wiedersehen: Die Zeichnung “Die Entführung des Ganymed” diente Rembrandt 1635 als Ideenskizze für sein Gemälde “Ganymed in den Fängen des Adlers“, das sich aktuell auf dem Weg nach München für die Ausstellung Rembrandt – Tizian – Bellotto befindet.

Rembrandts "Die Entführung des Ganymed", Zeichnung von 1635

Rembrandts "Die Entführung des Ganymed", Zeichnung von 1635

Zu guter Letzt machten wir mit Rembrandt einen Spaziergang ins Albertinum. Dort befand er sich nicht nur in guter Gesellschaft in der Antikensammlung…

Antikensammlungen, Gläsernes Debot, Albertinum

Antikensammlungen, Gläsernes Debot, Albertinum

…sondern inspizierte auch die Kunst der Moderne und kam mit Auguste Rodin ins Zwiegespräch…

Auguste Rodin, Der Denker, 1881-83

Auguste Rodin, Der Denker, 1881-83

Verabschieden wollten wir Rembrandt nicht ohne ihm den berühmten Canaletto-Blick zu zeigen…

der Blick auf die Dresden Silhouette

der Blick auf die Dresden Silhouette

Wir sagen “Tschüss #myRembrandt” und komm’ bald wieder – das nächste Mal gern auch im Original!