Archiv für die Kategorie ‘SKD Ausgestellt!’

Aufgedeckt! Alte Meister neu entdeckt

Mittwoch, 07. Dezember 2016

Flämische Landschaftsbilder des 16. und 17. Jahrhunderts zählen zu den besonderen Schätzen der Dresdener Gemäldegalerie Alte Meister. Trotz ihrer großen Zahl und hohen Qualität sind sie jedoch kaum bekannt. Die Ausstellung DAS PARADIES AUF ERDEN rückt diese Meisterwerke nun endlich ins rechte Licht. Nach umfassenden Untersuchungen und Restaurierungen sind viele Werke in der Ausstellung ganz neu zu entdecken. Wir stellen euch hier zentrale Befunde der Restaurierung von zwei Werken vor.

1) “Landschaft mit dem Urteil des Midas” von Gillis van Coninxloo und Karel van Mander

Landschaft mit dem Urteil des Midas · Öl auf Eichenholz · 119,5  x 203 cm · Gemäldegalerie Alte Meister
  • Neudatierung:

Das Datum wurde durch die Firnisabnahme besser lesbar: Es lautet 1598 (und nicht 1588) und fällt somit in die Zeit, in der der flämische Landschaftsmaler Gillis van Coninxloo nicht mehr im pfälzischen Frankenthal lebte, sondern bereits nach Amsterdam übersiedelt war.

  • Die Identität des Figurenmalers konnte durch das Auffinden einer weiteren Signatur geklärt werden

Niemand geringerer als der Künstlerbiograf  Karel van Mander fügte diese Staffage hinzu–  ein Sachverhalt, der bisher immer aufgrund der Stilistik vermutet wurde und nun durch das Auffinden seiner ligierten Signatur „KM“, die sinnträchtig auf der Harfe des virtuos spielenden Gottes der Künste/Apoll positioniert wurde, eindeutig zu belegen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

2) "Vor der Sintflut" von Roelant Savery

Feststellung einer Programmänderung in der Unterzeichnung durch Infrarotuntersuchung

Das „Vor der Sintflut“ betitelte Gemälde von Roelant Saverys (1620), welches im Rahmen der Ausstellung restauriert und mit naturwissenschaftlichen Methoden untersucht wurde, war zunächst wohl als Paradies­landschaft im klassischen Sinne angelegt: Das Infrarotreflektogramm, welches ermöglicht, durch die Malschichten hindurch tieferliegende Vorzeichnungen und frühere Malzustände auf der Grundierung sichtbar zu machen, zeigt, dass an Stelle der zentral platzierten Arche zunächst wohl ein bewaldeter Felsen zu sehen war.

Das Frühschwund-Craquelé, eine Rissbildung die entsteht, wenn noch nicht trockene Malschichten übereinander gelegt werden, legt wiederum nahe, dass der Fels zu einem relativ frühen Zeitpunkt – wahrscheinlich von Savery selbst und möglicherweise auf Wunsch des Auftraggebers der Tafel – mit der Arche übermalt wurde.

Jan Brueghel d. Ä. hatte Ende des 16. Jahrhunderts begonnen, szenische Landschaftsdarstellungen derart opulent mit den unterschiedlichster Tieren zu beleben, dass die biblischen oder mythologischen Episoden (wie der Sündenfall, die Erschaffung des Menschen, aber auch Orpheus unter den Tieren) zunehmend ins Hintertreffen gerieten. In dieser Tendenz stellt Saverys „Vor der Sintflut“ mit seiner fast enzyklopädischen Tierfülle einen uneingeschränkten Höhepunkt dar: Der Biologe Michael Gruschwitz konnten über 100 unterschiedliche Tiere auf der Tafel identifizieren – darunter so exotische Exemplare wie der erst 1597 aus Neuguinea nach Europa gelangte Helmkasuar. Der Auftraggeber, der das aus einem einzigen Brett (!) gefertigte großformatige Tafelbild in Auftrag gab, ist im Kreise der zeitgenössischen gelehrten Sammler zu verorten, in deren Kabinetten Naturalia und Kunstwerke als zwei sich ergänzende Erkenntnisbereiche gemeinsam präsentiert wurden.

Infrarotreflektogramm mit unter der Arche ursprünglich angelegten Baumkronen

Infrarotreflektogramm mit unter der Arche ursprünglich angelegten Baumkronen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roelant Savery · Vor der Sintflut ·  Öl auf Eichenholz ·  82 × 137 cm · Staatliche Kunstsammlungen Dresden ·  Gemäldegalerie Alte Meister, Gal.-Nr. 932

Roelant Savery, Vor der Sintflut, Öl auf Eichenholz, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister

 

Flämische Landschaften in Dresden

Freitag, 02. Dezember 2016

Von Bernhard Schulz

So groß wie ein DIN A5-Blatt sind die Gouachen, die der Flame Hans Bol ab 1580 größtenteils mit biblischen wie antiken Historien auf Pergament gemalt und dann auf Eichenholz aufgezogen hat. 1587 wurden 16 solcher kleinformatigen Gemälde von Bol für die vom sächsischen Kurfürsten August 1560 in Dresden begründete Kunstkammer erworben, dessen erstes Verzeichnis aus eben dem Jahr 1587 sie als „schöne gemalete täflein“ beschreibt. Was sie so besonders macht, spielt sich im Hintergrund ab: Es ist die Landschaft. Bol, 1534 in Mechelen geboren und 1593 in Amsterdam verstorben, entstammt einer der damals höchstentwickelten Gegenden Europas, dicht besiedelt und mit Städten und stattlichen Dörfern reich ausgestattet. So sind die Landschaften, die Bol in feinsten Strichen malt, denn auch keine unberührte Natur, sondern Zeugnis ihrer Kultivierung durch den Menschen. Nur auf einer Jagdszene nach Ovids „Metamorphosen“, diesem unerschöpflichen Quell von Bildthemen vom Beginn der Renaissance bis zum Ende des Barock, trägt die dargestellte Waldlandschaft keine Spuren menschlicher Veränderung, ohne deswegen rau oder gar bedrohlich zu wirken.

 

Hans Bol, Abraham und die drei Engel, 1586, Gouache auf Pergament auf Eichenholz, 14,1 x 21,2 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

Hans Bol, Abraham und die drei Engel, 1586, Gouache auf Pergament auf Eichenholz, 14,1 x 21,2 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

1587 ist der Höhepunkt der Renaissance, was künstlerische Invention anbelangt, längst überschritten; ihre Errungenschaften, ihre Sichtweisen sind Gemeingut geworden. Das Staunen angesichts der Landschaft jenseits beschützender Mauern, das die Frührenaissance tatsächlich als ein Erwachen nach langer Dunkelheit erscheinen lässt, ist der sicheren Beherrschung der Natur gewichen. Jedenfalls in den Niederlanden, in deren südlichem Teil Flandern die Landschaftsmalerei in Blüte steht, wiewohl sie auch dort traumatische, die Kriege und Konflikte einer unruhigen politischen Gegenwart in spiegelnde Züge annehmen kann.

Aus der Kunstkammer und den weiteren kurfürstlichen „Kammern“ wie der nach ihrem Standort als „Grünes Gewölbe“ bezeichneten Schatzkammer gingen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) hervor, die in ihrem Ausstellungshaus auf der Brühlschen Terrasse, dem vom Krieg schwer gezeichneten und in versehrtem Zustand belassenen Lipsiusbau, die Ausstellung „Flämische Landschaften von Bruegel bis Rubens“ unter dem Obertitel „Das Paradies auf Erden“ ausrichten. Die Ausstellung ist überwiegend aus eigenem Bestand, dem der zur Zeit in Renovierung befindlichen Gemäldegalerie Alte Meister, zusammengestellt; sie gibt – wie ihr Direktor Stephan Koja im wunderschönen Katalog mitteilt – „Gelegenheit, Gemälden zu begegnen, die aufgrund des Platzmangels der Gemäldegalerie Alte Meister seit Jahrzehnten, teilweise sogar seit Jahrhunderten nicht mehr zu sehen waren“. Du, glückliches Dresden, möchte man ausrufen: dass du solche Schätze vernachlässigen konntest ob der Fülle dessen, was an ihrer Statt zu sehen war!

Ausstellungsansicht, Kunsthalle im Lipsiusbau, Foto: Oliver Killig

Ausstellungsansicht, Kunsthalle im Lipsiusbau, Foto: Oliver Killig

 

Was Kuratorin Uta Neidhardt unter Mitarbeit von Konstanze Krüger im Zuge des 2011 begonnenen Forschungsprojekts „Flämische Malerei in der Gemäldegalerie Alte Meister“ aus dem Bestand von rund 380 flämische  Gemälden ausgewählt haben, lässt denn auch wünschen, diese Auswahl auf Dauer besichtigen zu können. Im Lipsiusbau ist die Auswahl durch Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen wie dem Frankfurter Städel oder dem Kunsthistorischen Museum Wien abgerundet worden, denn Fehlstellen gibt es in einer aus fürstlichem Sammeleifer, aber naturgemäß noch ohne das kunsthistorische Instrumentarium der Jetztzeit erwachsenen Sammlung immer wieder. Eine der Bol-Täfelchen beispielsweise wird heute dessen Schüler Jacob Savery zugeschrieben, doch scheint „Die Stadt an der Seebucht“ dem Betrachter ohne weiteres von gleicher Hand zu stammen. Dass im Katalog als Unterscheidungsmerkmal ausgeführt wird, Bol leite Straßen „meist in die Bildtiefe und auf den Hintergrund zu, während sie bei seinem Schüler durch Architektur oft versperrt sind“, klingt reichlich gesucht – beweisstark ist hingegen die winzige Signatur Saverys im rechten oberen Eck, die dem kurfürstlichen Erwerber und seinen Agenten ganz offenbar entgangen war.

Das ist gewiss eine Petitesse, aber sie mahnt doch, die Grenzen interpretatorischen Scharfsinns eng zu ziehen. Immer wieder sind in früheren Zeiten Kunstwerke falsch zugeschrieben worden. So ist die grandiose „Landschaft mit dem Urteil des Midas“, ein Gemeinschaftswerk des Landschafters Gillis van Coninxloo und des Figurenmalers Karel van Mander, nach Erwerbung durch einen französischen Agenten in Dresden 1707 als Landschaft „von Breugell, Figuren von Golzio“ verzeichnet. Das erwähnte Forschungsvorhaben brachte Aufschluss über die Autorschaft und vor allem das Entstehungsjahr 1598, als Coninxloo als protestantischer Glaubensflüchtling in Amsterdam seine letzte Lebensstation erreicht hatte. Die im Bildvordergrund geschilderte Szene des Musikwettstreits zwischen Apoll und Pan – natürlich wieder bei Ovid zu finden – ließe sich ohne weiteres wegdenken, so dass eine von erhöhtem Standpunkt aus sich entfaltende „Weltlandschaft“ übrig bliebe, eine Gesamtdarstellung des Irdischen mit Gewässern, Bergen, Wäldern, Tieren und menschlichen Behausungen und Tätigkeiten. Solche Weltlandschaften zeigt die Ausstellung mehrere; ihnen gegenüber stehen die eher als „Genre“ zu bezeichnenden Kompositionen, insbesondere derjenigen winterlicher Begebenheiten, unter denen Lucas van Valckenborchs „Winterlandschaft bei Antwerpen“ von 1575 als überhaupt erst zweiter Darstellung von Schneefall heraussticht. Da ist aber auch alles versammelt, was den Winter schön und schrecklich machen konnte, vom Schlittenziehen und Hockeyspiel auf dem Eis bis zum Brand einer Scheune, zu dem Löschwasser aus einem eilig aufgehackten Loch herangeschleppt werden muss.

Gillis van Coninxloo und Karel van Mander, Landschaft mit dem Urteil des Midas, 1588, Öl auf Eichenholz, 119, 5 x 203 cm Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

Gillis van Coninxloo und Karel van Mander, Landschaft mit dem Urteil des Midas, 1588, Öl auf Eichenholz, 119, 5 x 203 cm Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

Vom Brand einer Scheune zum Weltenbrand ist es nur ein Schritt. Jan Brueghel d. Ä. ist mit einer „Versuchung des heiligen Antonius“ von 1604 vertreten, einem seit Hieronymus Bosch häufigen Thema, das der Fantasie wahrlich freien Raum ließ. Dass es dem jüngeren Mitglied der Malerfamilie Brueghel weniger um religiöse Mahnung zu tun war als um die Zufriedenstellung seiner Auftraggeber und Käufer, legt die nach mehrjährigem Italien- und Romaufenthalt gemeinsam mit dem dort kennengelernten Hans Rottenhammer gemalte Szene „Juno in der Unterwelt“ nahe. Auch da brennt es im Hintergrund lichterloh, bevölkern fratzenhafte Schreckenswesen die Szenerie. Doch die ist wiederum bei Ovid gefunden und wortgetreu ins Bild gesetzt. Einzelne Motive sind von Tintoretto und anderen venezianischen Malern abgeschaut: ein schönes Beispiel für den Kulturtransfer über die Alpen hinweg, zumal Jan Brueghel vielfach Sammler in Italien bediente.

Zuallererst zieht den eintretenden Besucher im Lipsiusbau jedoch das Gemälde „Vor der Sintflut“ an, das der für seine Tierdarstellungen berühmte Roelant Savery 1620 gemalt hat und das seit 1754 in Dresden nachgewiesen ist. Es ist mit 82 mal 137 Zentimetern bereits eines der größeren Formate der Ausstellung. Savery (um 1576-1639) benötigte den Platz, um all die Tiere vorzuführen, von denen er Kenntnis besaß, war ihm doch als Hofmaler Kaiser Rudolfs II. Zutritt zu dessen Menagerien in Prag gestattet. Nur der in Zoologie Bewanderte vermag die seinerzeit gerade erst entdeckten Arten, wie den aus Neuguinea stammenden Laufvogel namens Helmkasuar, zu benennen. Wiederum dem Forschungsprojekt verdankt sich die Erkenntnis, dass Savery ursprünglich den Paradiesgarten gemalt hatte, ehe er die mächtige Arche in die Bildmitte setzte, wo sie heute als das gar nicht wegzudenkende Zentrum der Komposition erscheint.

Roelant Savery Vor der Sintflut, 1620, Öl auf Eichenholz, 82 x 137 cm Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

Roelant Savery Vor der Sintflut, 1620, Öl auf Eichenholz, 82 x 137 cm Gemäldegalerie Alte Meister, Copyright: SKD

Das Landschaftsthema verlässt schließlich die Niederlande in der Darstellung des Klosterschlosses San Lorenzo de El Escorial, die auf Peter Paul Rubens zurückgeht und in Dresden in einer von Schülerhand ausgeführten Fassung vorliegt, freilich 1742 als originaler Rubens angekauft wurde. Rubens hatte den Escorial gesehen, von einem erhöhten Punkt in den Bergen über der einsamen Landschaft nahe Madrid; der Katalog verschweigt leider das Datum, so dass sich als terminus ante quem nur Rubens’ Tod 1640 festhalten lässt. Einerlei; die Darstellung geht ins Fantastische, insofern sie die bergige Landschaft stark überhöht und die Wolken, die Rubens allerdings als unter ihm dahinziehend beschrieben hat, wirkungsvoll dramatisiert. Der Escorial war nichts weniger als das Regierungszentrum des spanischen Weltreichs, und doch liegt er hier geradezu beiläufig und schutzlos inmitten der bewegten Natur. Vollends in die Ferne entführen den Besucher Maler wie Adriaen Fransz. Boudewijns, der Ende des 17. Jahrhunderts einen „Römischen Triumphbogen am Kai des Seehafens“ malt, oder Bonaventura Peeters, der 1652 eine „Orientalische Seebucht“ vorstellt, die wohl eher im seinerzeit unter osmanischer Herrschaft stehenden östlichen Mittelmeerraum anzusiedeln ist. Da sind die Niederländer ganz bei sich, als Handel treibende Seefahrernation, worauf das in der Bildmitte stolz die Flagge der Republik zeigende Schiff verweist.

Willem Jansz. Blaeu / Joan Blaeu, Erdglobus, um 1645-1648, Durchmesser: 68 cm, H 110 cm, Mathematisch-Physikalischer Salon, Copyright: SKD

Willem Jansz. Blaeu / Joan Blaeu, Erdglobus, um 1645-1648, Durchmesser: 68 cm, H 110 cm, Mathematisch-Physikalischer Salon, Copyright: SKD

Wer Handel treibt und zur See fährt, benötigt Landkarten und Globen, und es ist ein wunderbarer Einfall der Gestalter, in die Mitte des in zwei kühlen Graublautönen gehaltenen Inneren des Lipsiusbaus einen Kubus zu stellen, in dem in gedämpften Licht der zeitgenössische, kurz vor 1650 geschaffene Erdglobus von Willem Blaeu und seinem Sohn Joan Blaeu den Mittelpunkt bildet. Die damals gerade erst gemachten Entdeckungen der nordjapanischen Insel Hokkaido und der angrenzenden Kurilen ließ Joan Blaeu nachstechen und als Aktualisierung auf den Globus kleben. Er wird heute im Mathematisch-Physikalischen Salon bewahrt und zeigt quasi nebenbei, wie universell die Dresdner Kunstsammlungen angelegt sind und wie großartig ihr Bestand.

Dresden, Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, bis 15. Januar 2017. Katalog im Sandstein Verlag, 28 € (Museumsausgabe)/ 39,80 € (Buchhandel).

Bernhard Schulz ist Redakteur im Feuilleton des Tagesspiegel (Berlin)

Kunst zum Anfassen: “Piranesi 3D”

Mittwoch, 02. November 2016

In der aktuellen Sonderausstellung „Begegnungen mit Rom – Druckgraphik des 18. Jahrhunderts“ im Kupferstich-Kabinett ist Piranesis Werk „Der Runde Turm“ nicht nur für Sehende, sondern auch für Blinde und Sehbehinderte erfahrbar. Das Tastmodell „Piranesi 3D“ entstand nach der Idee von Grit Lauterbach, Mitarbeiterin der Bildung und Vermittlung. Auf dieser Grundlage entwarf Evelyn Zinnatova das dreidimensionale Tastmodell, das sich unter anderem, aber nicht nur, an Blinde und Sehbehinderte richtet.

(Sur)reale Architektur im Kupferstich Kabinett

Ein runder, massiver Turm, eingebettet in einem mächtigen Gewölbe, umrahmt von mehreren Ebenen. Treppen winden sich um ihn herum; oben durch Stützen gefestigt, unten auf Rampen gebettet. Es sind Menschen zu sehen; schemenhaft bloß, klein und unscheinbar.

Giovanni Battista Piranesi: Der runde Turm, aus der Folge Invenzioni Capric di Carceri, Rom 1750, Radierung, 547 × 413 mm (Blatt, entlang des Plattenrands beschnitten), Kupferstich-Kabinett, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Herbert Boswank Das Foto zeigt einen früheren Druck des Kupferstiches. Ein späterer Druck von 1761 kann im Kupferstich Kabinett besichtigt werden und diente als Grundlage für das Tastmodell.

Dem Betrachter der Radierung „Der Runde Turm“ aus der Serie der Carceri, 1761 geschaffen von Giovanni Battista Piranesi in Rom, erschließt sich eine Komposition aus zahlreichen architektonischen Elementen, die miteinander verbunden und ineinander verschachtelt sind. Stufen, Geländer, Mauern, Bögen, Plattformen, Fenster und Pfeiler fügen sich zu einem komplexen Bau, welcher nur auf den ersten Blick den physikalischen Gesetzen gehorcht.

Piranesi spüren – Konzept für Blinde und Sehbehinderte

Seit dem 18. Oktober 2016 ist Piranesis Grafik aber nicht nur für Sehende, sondern auch für Blinde und Sehbehinderte erfahrbar. Evelyn Zinnatova, Diplomandin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, entwarf zunächst ein Knet-, darauf basierend dann ein digitales Modell. Wenig später folgte das dreidimensionale Tastmodell nach Giovanni Battista Piranesi – Der runde Turm, 1761, das Stück für Stück aus mehr als 50 Einzelteilen zusammengesetzt wurde.

Vom Knetmodell…

…zum digitalen…

…zum 3D-Tastmodell!

Starke Farbkontraste ermöglichen es Personen mit eingeschränktem Sehvermögen, unterschiedliche Bereiche des Modells besser zu erkennen. Mit Hilfe des Lesestiftes TipToi ® von Ravensburger können Teile des Modells angetippt werden, um diesem auch Klänge zu entlocken. Die Welt Piranesis kann so auch akustisch erfahren werden. Mehrere Nutzertests erlaubten es, das Tastmodell so an die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten anzupassen, dass verschiedene Sinne angesprochen werden.

Besucher in der Ausstellung „Begegnungen mit Rom – Druckgraphik des 18. Jahrhunderts“ am Tastmodell „Piranesi 3D“, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Pinzer

Besucher in der Ausstellung „Begegnungen mit Rom – Druckgraphik des 18. Jahrhunderts“ am Tastmodell „Piranesi 3D“, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Pinzer

Surreales realisieren? Ein schwieriges Unterfangen

Dabei war „die Umsetzung des Projektes nicht einfach“, erzählt Evelyn Zinnatova. „Es war wahnsinnig herausfordernd, aus der zweidimensionalen Radierung ein dreidimensionales Modell zu formen. Piranesi spielte mit verschiedensten Perspektiven und Blickwinkeln – diese in der Realität physisch umzusetzen, war oftmals gar nicht möglich. Deswegen habe ich hypothetisch Architekturelemente ergänzt, die in Piranesis Radierung nicht explizit dargestellt, aber konstruktiv notwendig sind.“

Zeichnerischer Entwurf des Modells

Das Tastmodell ist somit als eine Annäherung an die Radierung und eine Variation, nicht aber als unmittelbare dreidimensionale Umsetzung zu verstehen.

Übrigens:

Am Freitag, den 9.12.2016 stellt Evelyn Zinnatova im Kunstgespräch Piranesi 3D- Der runde Turm in neuen Dimensionen ihr Tastmodell persönlich in der Ausstellung vor.

Das Paradies auf Erden. Ein Blick hinter die Kulissen

Freitag, 07. Oktober 2016

Seit dem 1. Oktober hat die Ausstellung “Das Paradies auf Erden. Flämische Landschaften von Bruegel bis Rubens” in der Kunsthalle im Lipsiusbau geöffnet. Nam Nguyen hat als Praktikant in der Gemäldegalerie Alte Meister die beiden Kuratorinnen tatkräftig bei der Ausstellungsorganisation unterstützt und für uns den Aufbau der Ausstellung festgehalten.

Am 1. Oktober 2016 war es soweit: “Das Paradies auf Erden” öffnete seine Pforten in der Kunsthalle im Lipsiusbau.

Ausstellung " Das Paradies auf Erden " am 29.09.2016 im Lipsiusbau von Staatliche Kunstsammlungen Dresden . Foto: Oliver Killig

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen insbesondere die Gemälde aus der Sammlung der Gemäldegalerie Alte Meister, die somit eine neue Projektionsfläche erhalten und einen Einblick in die wissenschaftliche Erschließung des flämischen Gemäldebestandes der Dresdener Sammlung bieten. Dafür wurden einige Gemälde umfassend untersucht und aufwendig restauriert, sodass sie gänzlich neu wiederzuentdecken sind. Ergänzt wird die Schau durch Zeichnungen und Druckgraphiken des Dresdener Kupferstich-Kabinetts und durch qualitätsvolle Leihgaben.

Doch bevor die Gäste in frisch gemalerten Räumen mit präziser Beleuchtung und akribisch inszenierten Werken stehen konnten, musste viel Arbeit, Zeit und natürlich Leidenschaft in den Aufbau der Ausstellung investiert werden.

Hier einige Impressionen:

Aus Weiß mach Blau…

Zwei verschiedene Blautöne kamen für die Ausstellungsräume zum Einsatz.

 

Vom Depot über den Verpackungsraum bis zum Hängeort…

Transportkisten der Ausstellungsobjekte mit eindeutigen Sicherheitswarnungen

Moderne Kunst? Nur die Verpackung des Erdglobus aus dem Mathematisch-Physikalischen Salon (SKD).

 

Kurierarbeit…

Viele Leihgaben wurden von Kurieren der Institutionen begleitet, um die Hängung und Präsentation des Objektes zu beaufsichtigen. Zusammen mit dem Restaurator Christoph Schölzel wurden die Exponate auf Zustand und Transportschäden untersucht und dann unter den Auflagen der leihgebenden Institution gehängt. Hing erst einmal das Objekt, durfte es nicht mehr bewegt werden.

Fast schon stoisch beobachtet der Antwerpener Kurier die Hängung des Teniers Gemäldes.

Kuratorin Uta Neidhardt begutachtet Joachim Patinirs „Landschaft mit der Flucht nach Ägypten“.

 

Teamwork…

Ganze neun Männer bedurfte es, um ein großformatiges Gemälde wie die „Landschaft mit dem Brautzug“ von Lucas van Uden auf die Empore des Lipsiusbaus zu transportieren.

 

Spurenlese…

Damit jedes Objekt an seinen richtigen Platz kam, wurden für das Einrichtungsteam auf den Fußboden Abbildungen der Gemälde angebracht.

Und sie hängen…

…fast. „Dummies“ der Exponate wurden geschnitten und gehängt, um Raumwirkung und Bildabstände auszuloten.

Mit Präzision und Feingefühl werden die Abstände vom „A-Team“ ausgemessen.

Den kompletten Ausstellungsaufbau mit all seinen kleinen Tücken, wechselhaften Spannungen, Überraschungen und natürlich großen Freuden mitzuverfolgen und selbst involviert zu sein, war für mich eine neue, unglaublich spannende und wunderbare Erfahrung. Am meisten freut mich daher nun, die Exponate hängen zu sehen und das ein oder andere Lieblingsstück in seiner vollen Pracht in Zusammenspiel mit der Ausstellungsgestaltung begutachten zu können. Einen großen und herzlichen Dank möchte ich an Uta Neidhardt, Konstanze Krüger und Marion Heisterberg aussprechen und ich wünsche allen Lesern eine aufregende Zeit in der Ausstellung.

Ausstellungsansicht "Das Paradies auf Erden. Flämische Landschaften von Bruegel bis Rubens" (1.10.2016-15.1.2017) in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Copyright Staatliche

Wir haben die Möglichkeit in gar wundersame, atmosphärische und fantastische Welten einzutauchen, die einen sinnlich beflügeln und mit ihrer ganzen Bildgewalt in ihren Sog ziehen. Wir überschauen pittoreske Täler mit durchströmenden Flüssen, wir stehen an den Abhängen steiler Gebirge oder rasten an Wegen durch dichte Wälder – und dabei fühlen wir sämtliche Emotionen, die uns in den Sinn kommen können. Die Idee, die Landschaft als autonomes Bildmotiv dem Menschen gegenüberzustellen, etablierte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts in den südlichen Niederlanden und wurde sowohl von dem Wunsch nach Welterkenntnis als auch von ökonomisch motivierten Interessen an Geografie und Kartografie gefördert.

Ziel der Ausstellung ist die würdige und kritische Präsentation der flämischen Landschaften, die uns mitunter Aussagen über Naturauffassung, Kunstmarkt, Werkstattbetrieb und Hofpatronage treffen lassen. 144 Ausstellungsobjekte, darunter Gemälde, Zeichnungen und Graphiken, verführen uns in die sogenannten Weltlandschaften, wie sie Joachim Patinir und Pieter Bruegel d.Ä. komponierten und prägten. All diese sind jedoch kein genaues Abbild der Realität, sondern im Atelier komponierte, ideale Darstellungen, die die Künstler mit Formen aus der Natur verbanden und aus ihrer Sicht auf die natürliche Welt darstellten.

 

 

Creative Collisions – Studio Rygalik und junge Kreative

Montag, 19. September 2016

Die aktuelle Ausstellung des Kunstgewerbemuseums ist ein Experiment: Zwei Designer und zehn junge Kreative gestalten in zwei Workshops im Kunstgewerbemuseum in Schloss Pillnitz.
Die Direktorin Tulga Beyerle lud die renommierten polnischen Produktdesigner Tomek und Gosia Rygalik ein, eine Work-in-Progress Ausstellung zu entwickeln:  “Creative Collisions – Studio Rygalik und junge Kreative”. Möbeldesign und Food-Design sind die zwei zentralen Themen, welche die Designer zusammen mit jungen Menschen unterschiedlichster beruflicher wie kultureller Hintergründe ausloten und vertiefen.

Das Herzstück der Ausstellung ist ein Tisch, entworfen von Studio Rygalik und aus verschiedenen runden und vieleckigen Tischplatten zu einem großen Esstisch arrangiert – eine kreative Kollision in sich. Der Tisch ist in fast allen Kulturen ein Symbol der Zusammenkunft, des Austauschs, des Teilens. An ihm wird nicht nur gegessen, sondern es werden auch Pläne geschmiedet und Freundschaften geschlossen – ein Grund für den Freundeskreis der SKD, MSU – Museis Saxonicis Usui – den Tisch für das Kunstgewerbemuseum zu erwerben.

Ausstellungsansicht „Creative Collisions. Studio Rygalik und junge Kreative.“ 02. September bis 1.November 2016, Kunstgewerbemuseum, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Tomáš Souček

Ausstellungsansicht „Creative Collisions. Studio Rygalik und junge Kreative.“ 02. September bis 1.November 2016, Kunstgewerbemuseum, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Tomáš Souček

 

Im ersten Workshop Ende August sollte jeder der zehn Teilnehmer eigene Sitzmöbel skizzieren und entwerfen. Auf der Suche nach geeigneten Materialien, durchforsteten sie in Dresden zusammen mit den Designern Werkstätten, Flohmärkte und Container mit Möbelresten und bauten innerhalb von insgesamt vier Tagen – auch mit scheinbar unbrauchbaren Fundstücken – Sitzmöbel nach ihren eigenen Vorstellungen. Jeder Stuhl erzählt eine Geschichte, ist zugleich ein Repräsentant seines Entwerfers und direkt durch den kreativ-kulturellen Austausch inspiriert. Gemeinsam mit dem Tisch fügen sich die Sitzmöbel in ein dichtes Ensemble

Kurzportraits der Stuhldesigner

Diese gemeinsam verbrachte Zeit, der produktive Prozess des ersten Workshops begleitete der bekannte polnische Filmemacher Michał Marczak. Seine Kurz-Dokumentation ist ein weiteres Element, welches das Prozesshafte in der Ausstellung sichtbar werden lässt.

Im zweiten Workshop (16.-18.09.) wird der Aspekt des Food Design fortgeführt. In einem Brunch am 18.09. (11 Uhr) werden syrisch-deutsch-polnische Hybridhäppchen erneut von der Bereicherung der Kulturen zeugen. Der Workshop unter dem Thema Food Design ist getragen von Fragen: Was und wie essen wir? Wie gestalten wir unser Essen und das Drumherum? Worin unterscheiden sich unsere kulturellen Vorstellungen von Esskultur, welche Formen nehmen diese Unterschiede an? Wo liegen die Gemeinsamkeiten?

Festmahl: Ergebnis des Cooking Workshop „Creative Collisions. Studio Rygalik und junge Kreative.“ 02. September bis 1.November 2016, Kunstgewerbemuseum, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Tomáš Souček
Festmahl: Ergebnis des Cooking Workshop „Creative Collisions. Studio Rygalik und junge Kreative.“ 02. September bis 1.November 2016, Kunstgewerbemuseum, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Tomáš Souček

Diese Ausstellung ist getragen von der Freude am Gestalten, von Kreativität. Über den kurzen Zeitraum von zwei Workshops lernen Menschen einander kennen und inspirieren sich. Kreativität existiert über Sprachen und Herkunft hinweg, sie ist eine zentrale Kraft, unsere Welt gemeinsam zu gestalten.
Die Ergebnisse dieses gemeinschaftlichen Prozesses sind bis ersten November 2016 im Bergpalais des Kunstgewerbemuseums zu erleben und zu besichtigen.

Ausstellung: 03. September bis 01. November 2016

Workshop I: 29. August bis 02. September 2016
Workshop II: 16. September bis 18. September 2016

Blick in die Ausstellung: “Blickwechsel”, Teil 4

Montag, 23. Mai 2016

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation „Blickwechsel” tritt das Kupferstich-Kabinett in einen Dialog mit den 14 Museen im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Bis 29. Mai 2016 ist in den Ausstellungsräumen im Residenzschloss ein ausgewähltes Werk aus jeder Sammlung mit einem oder auch mehreren Werken aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zu sehen.

Diese Gegenüberstellungen eröffnen ganz unterschiedliche Blicke auf die Werke, verschiedene Perspektiven und Fragestellungen. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, an einem einzigen Ort die reiche Vielfalt der Staatlichen Kunstsammlungen zu entdecken.

An dieser Stelle haben wir für die Dauer der Ausstellung wöchentlich eine solche Gegenüberstellung vorgestellt.

Unser abschließender Blick in die Sonderausstellung ist heute der Blick in die Werkstatt des Künstlers.
Unter diesem Titel begegnen sich gleich vier unterschiedliche Werke aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Drei davon stammen aus dem Kupferstich-Kabinett:
Franz Fiedlers Fotografie Max Feldbauer an der Staffelei, die Federskizze Schnorrs Besuch im Atelier F.W.Wegeners von Julius von Schnoor, sowie die Federzeichnung Rückenansicht eines Sitzenden Mannes von Adriaen van Ostade.

Franz Fiedler (1885-1956), Max Feldbauer an der Staffelei, um 1929, Brauner Ölumdruck, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Adriaen van Ostade ( 1610- 1685), Rückenansicht eines sitzenden Mannes, Feder in Braun, grau laviert, über schwarzem Stift, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Julius Schnorr von Carosfeld (1794-1872), Schnorrs Besuch im Atelier F.W.Wegeners, circa 1850, Feder in Schwarz, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Sie treffen auf das Ölgemälde Der Maler in seiner Werkstatt, ebenfalls von Adriaen van Ostade, aus der Gemäldegalerie Alte Meister.

Adriaen van Ostade (1610-1685), Der Maler in seiner Werkstatt, 1663, Öl auf Eichenholz, Gemäldegalerie Alte Meister, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Bilder, die den Künstler bei der Arbeit zeigen, gewähren vermeintlich unmittelbaren Einblick in dessen Lebenswirklichkeit und den Schaffensprozess. So zeigt Adriaen van Ostade 1663 den Maler in Rückenansicht an der Staffelei sitzend – als sei er unbeobachtet. Die Schilderung des Ateliers mutet mit den chaotisch verteilten Zeichnungen, Tierpräparaten, Gipsabgüssen und einer Gliederpuppe naturgetreu an. Die Zusammenschau ist aber sicherlich ein erfundenes Sinnbild künstlerischen Schaffens. Realistisch zeigt das Bild hingegen die Verwendung von Vorstudien auf Papier: Das über der Tafel angeheftete Blättchen – vielleicht eine Rückenansicht wie die hier präsentierte lavierte Federzeichnung van Ostades aus dem Kupferstich-Kabinett – dient dem Maler als Detailvorlage.

Auf Franz Fiedlers Fotografie des Malers Max Feldbauer von 1929 sind noch immer ähnliche Versatzstücke künstlerischer Arbeit versammelt, wie auch auf Julius Schnorr von Carolsfelds flotter Federskizze. In ironischer Brechung zeigt sich hier der virtuose Zeichner Schnorr (bekannt als Verächter oberflächlich realistischer Malerei) beim Besuch im Atelier des Tiermalers Friedrich Wilhelm Wegener. Da er selbst die Darstellung von Hunden nicht zuwege bringe, fleht Schnorr den Dresdner Kollegen laut Inschrift um Hilfe an.

Am 25.05. 2016 bietet sich allen Interessierten in der Kunstpause die Gelegenheit, noch mehr spannende Informationen zu dieser Gegenüberstellung zu erhalten. Sie findet wie gewohnt um 17:30 Uhr in den Räumen der Ausstellung statt.
Gleichzeitig handelt es sich auch um die letzte Kunstpause.
Also: nicht verpassen!

alle Besucherinformationen auf einen Blick:
Sammlungspräsentation “Blickwechsel” des Kupferstich-Kabinetts

Ausstellungszeitraum
29. April – 29. Mai 2016

Ausstellungsort
Residenzschloss
Kupferstich-Kabinett

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr,
dienstags geschlossen

Eintrittspreise

Neu: Ticket Kupferstich-Kabinett!
Eintritt € 6
ermäßigt € 4,50
Kinder und Jugendliche
unter 17 Jahren frei
Gruppen (ab 10 Personen)
€ 5,50 p. P.

Kunstpause Sonderticket
Eintritt + Kunstpause
€ 5
3er Ticket €13

Blick in die Ausstellung: “Blickwechsel”, Teil 3

Mittwoch, 18. Mai 2016

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation „Blickwechsel” tritt das Kupferstich-Kabinett in einen Dialog mit den 14 Museen im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Bis 29. Mai 2016 ist in den Ausstellungsräumen im Residenzschloss ein ausgewähltes Werk aus jeder Sammlung mit einem oder auch mehreren Werken aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zu sehen.

Die Gegenüberstellungen eröffnen ganz unterschiedliche Blicke auf die Werke, verschiedene Perspektiven und Fragestellungen. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, an einem einzigen Ort die reiche Vielfalt der Staatlichen Kunstsammlungen zu entdecken.

Diese Woche widmen wir uns der Gegenüberstellung Maskerade.

Hier begegen sich ein Ölgemälde von Franz von Stuck aus der Gemäldegalerie Neue Meister und eine Radierung von Francisco de Goya aus dem Kupferstich- Kabinett.

Franz von Stuck (1863-1928), Tochter Mary als spanischer Stierkämpfer, 1907/1915, Öl auf Lindenholz, Gemäldegalerie Neue Meister, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Franz von Stuck porträtierte seine geliebte Tochter Mary (1896-1961) vielfach. Private Fotografien -aufgenommen um 1907 bei einem Kindermaskenfest in der Villa Stuck- zeigen das elfjährige Mädchen im Kostüm eines Toreros. Stuck nutzte die Fotografien für mehrere Gemälde. Das Dresdener Bild mag erst um 1915 entstanden sein, als Mary bereits achtzehnjährig war. Im Bild blieb sie das Mädchen, das das Kostüm des kühnen Stierkämpfers überstreifte, ohne die Obhut des Heims verlassen zu müssen. Die in der Rolle verborgene Gefahr, der Kampf mit dem Stier auf Leben und Tod, der bei der Heranwachsenden auf den Geschlechterkampf verweist, mag in dem kräftigen Schlagschatten angedeutet sein, den die schlanke Gestalt auf die Wand des Zimmers wirft.

Francisco de Goya (1746-1828), Der Wagemut Martinchos im Ring von Saragossa, 1815-1816, Radierung und Aquatinta (3. Zustand), Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Der an spanischer Kunst interessierte Stuck wird Goyas Darstellungen des Stierkampfes gekannt haben, in denen Mann und Tier sich unmittelbar gegenüber stehen. In die Hauptrolle seiner Toreros schlüpfte Mary als Kind unbedarft, während den Frauen bei Goya die Rolle von Zuschauern zugewiesen ist, die von der Tribüne den tödlichen Kampf verfolgen.

 

Am 21.05., 17.30 Uhr liefert die Kunstpause zu Maskerade zusätzliche spannende Einblicke.

 

Einen Überblick über alle Kunstpausen und die Ausstellung “Blickwechsel” findet ihr hier, auf der Ausstellungsseite.

alle Besucherinformationen auf einen Blick:
Sammlungspräsentation “Blickwechsel” des Kupferstich-Kabinetts

Ausstellungszeitraum
29. April – 29. Mai 2016

Ausstellungsort
Residenzschloss
Kupferstich-Kabinett

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr,
dienstags geschlossen

Eintrittspreise

Neu: Ticket Kupferstich-Kabinett!
Eintritt € 6
ermäßigt € 4,50
Kinder und Jugendliche
unter 17 Jahren frei
Gruppen (ab 10 Personen)
€ 5,50 p. P.

Kunstpause Sonderticket
Eintritt + Kunstpause
€ 5
3er Ticket €13

 

Blick in die Ausstellung: “Blickwechsel”, Teil 2

Montag, 09. Mai 2016

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation „Blickwechsel” tritt das Kupferstich-Kabinett in einen Dialog mit den 14 Museen im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Bis 29. Mai 2016 ist in den Ausstellungsräumen im Residenzschloss ein ausgewähltes Werk aus jeder Sammlung mit einem oder auch mehreren Werken aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zu sehen.

Diese Gegenüberstellungen eröffnen ganz unterschiedliche Blicke auf die Werke, verschiedene Perspektiven und Fragestellungen. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, an einem einzigen Ort die reiche Vielfalt der Staatlichen Kunstsammlungen zu entdecken.

Wie versprochen, hier Teil 2 unseres wöchentlichen Blicks in diese aktuelle Sonderausstellung.

Heute nehmen wir die Gegenüberstellung Blick in die Welt ins Visier.

Unter diesem Titel begegnen sich die Farblithographie Susu von Otto Dix aus dem Kupferstich Kabinett und Vier Raphiatextilien aus Bakuba/Showwa, DR Kongo, aus dem Museum für Völkerkunde.

Otto Dix (1891-1969), Susu, 1964/65, Farblithografie, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Mit unbedarft kindlichem Ausdruck nimmt das Mädchen Susu den Betrachter fest in den Blick. Auf der großformatigen Lithografie zeigt Otto Dix die ghanaische Spielgefährtin seiner Enkelin Nana. In kräftig leuchtenden Farben sind verschiedene Muster und Strukturen miteinander kombiniert.

Bakuba/ Shoowa, DR Kongo, Vier Raphatextilien, 2.Hälfte des 20. Jahrhunderts, Museum für Völkerkunde, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Ähnliche Dekors finden sich auf Raphatextilien aus dem Kuba- Reich (17.- 19. Jahrhundert) im Inneren der Kongo-Region. Bis heute werden dort Textilien as den Fasern der Raphiapalme gewebt und bestickt, die teilweise noch immer als zeremonielle Kleidungsstücke dienen.Die gemusterten Gewebe spiegeln eine komplexe Ästhetik wieder. Jedes geometrische Zeichen hat eine Bedeutung. In ihrer Variation sind sie Ausdruck höchster Kreativität, wobei Brüche in Reihung und Symmetrie bewusst als künstlerische Mittel eingesetzt werden.

Im Dresdener Zwinger fand 1950 eine Ausstellung des Museums für Völkerkunde statt, die Dix möglicherweise besuchte und so vielleicht tieferen einblick in die afrikanische Kultur erhielt.

Noch mehr spannende Infos zu dieser Gegenüberstellung gibt es übrigens in der heutigen Kunstpause:
09.05., um 17:30 Uhr in den Räumen der Ausstellung.

 

Außerdem locken diese Woche noch drei weitere Kunstpausen:

11.05., 17.30 Uhr | Geometrische Körper – der mathematische Blick
12.05., 17.30 Uhr | Die verzerrte Welt – der Blick in den Spiegel
15.05., 17.30 Uhr | Zwei Seiten eines Œuvres

 

Einen Überblick über alle Kunstpausen und die Ausstellung “Blickwechsel” findet ihr hier, auf der Ausstellungsseite.

 

alle Besucherinformationen auf einen Blick:
Sammlungspräsentation “Blickwechsel” des Kupferstich-Kabinetts

Ausstellungszeitraum
29. April – 29. Mai 2016

Ausstellungsort
Residenzschloss
Kupferstich-Kabinett

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr,
dienstags geschlossen

Eintrittspreise

Neu: Ticket Kupferstich-Kabinett!
Eintritt € 6
ermäßigt € 4,50
Kinder und Jugendliche
unter 17 Jahren frei
Gruppen (ab 10 Personen)
€ 5,50 p. P.

Kunstpause Sonderticket
Eintritt + Kunstpause
€ 5
3er Ticket €13

Blick in die Ausstellung: “Blickwechsel”, Teil 1

Mittwoch, 04. Mai 2016

Mit der aktuellen Sammlungspräsentation „Blickwechsel” tritt das Kupferstich-Kabinett in einen Dialog mit den 14 Museen im Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Bis 29. Mai 2016 ist in den Ausstellungsräumen im Residenzschloss ein ausgewähltes Werk aus jeder Sammlung mit einem oder auch mehreren Werken aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts zu sehen.

Diese Gegenüberstellungen eröffnen ganz unterschiedliche Blicke auf die Werke, verschiedene Perspektiven und Fragestellungen. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, an einem einzigen Ort die reiche Vielfalt der Staatlichen Kunstsammlungen zu entdecken.

An dieser Stelle werden wir für die Dauer der Ausstellung wöchentlich eine solche Gegenüberstellung vorstellen.

Los geht’s mit der Gegenüberstellung Spiel und Konstruktion.

Hier begegnen sich eine Marionette aus der Puppentheatersammlung und eine Tuschezeichnung des Kupferstich-Kabinetts.

 

Kurt Schmidt, Diener aus "Die Abenteuer des kleinen Buckligen aus Tausendundeinernacht", 1923, Holz, gesägt, bemalt, Metall; Puppentheatersammlung, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Kurt Schmidt (1901-1991), Szene aus "Hippopotamos", 1970, Tusche, Tempera, Bleistift, Kupferstich-Kabinett, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

Das Bauhaus strebte im Lehrplan eine dem industriellen Zeitalter angepasste Ausbildung und Ästhetik an. Kunst und Technik sollten eine Einheit bilden.
Die Nachzeichnung SZENE AUS HIPPOPOTAMOS dokumentiert einen der Entwurfansätze für das Mechanische Ballett, das Kurt Schmidt 1923 als Student für die Bauhaus-Bühne im Rahmen der Festwoche konzipierte. In dem Bühnenspiel verbindet sich konstruktivistische Abstraktion mit Bewegungsabläufen zu Musik, erzeugt durch geometrische, farbige Formen, die an Tänzern befestigt sind. Die aus verschiedenen Elementen zusammengesetzte und als ‚Hippopotamos‘ bezeichnete Tanzfigurine blieb ein Entwurf.
Auf Anregung seines Lehrers Oskar Schlemmer entwarf Schmidt zum Auftakt seiner Arbeit in der Bühnenwerkstatt des Bauhauses in Weimar acht Marionetten für das Stück Die Abenteuer des kleinen Buckligen. Die archaisch anmutenden Figuren bestehen aus Elementen, die sich aus den drei Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck entwickeln. Sie sollen verschiedene Charaktere veranschaulichen und stehen im Zusammenhang mit der Erneuerung der Puppenspielkultur nach dem Ersten Weltkrieg.

Neugierig geworden?

In zwölf sogenannten Kunstpausen werden die verschiedenen Blickwechsel näher erläutert. Die nächste Kunstpause findet am 09.05., um 17:30 Uhr in den Räumen der Ausstellung statt.
Thema: Blick in die Welt. Unter diesem Titel begegnen sich die Farblithographie Susu von Otto Dix und Vier Raphiatextilien aus Bakuba/Showwa, DR Kongo. Vorbeikommen lohnt sich unbedingt!

Einen Überblick über alle Kunstpausen und die Ausstellung “Blickwechsel” findet ihr hier, auf der Ausstellungsseite.

alle Besucherinformationen auf einen Blick:
Sammlungspräsentation “Blickwechsel” des Kupferstich-Kabinetts

Ausstellungszeitraum
29. April – 29. Mai 2016

Ausstellungsort
Residenzschloss
Kupferstich-Kabinett

Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr,
dienstags geschlossen

Eintrittspreise

Neu: Ticket Kupferstich-Kabinett!
Eintritt € 6
ermäßigt € 4,50
Kinder und Jugendliche
unter 17 Jahren frei
Gruppen (ab 10 Personen)
€ 5,50 p. P.

Kunstpause Sonderticket
Eintritt + Kunstpause
€ 5
3er Ticket €13

Die falsche Blume – Klangwelt & Tanz

Freitag, 11. September 2015

Zum Abschluss der Ausstellung „Die falsche Blume“ und der ihr gewidmeten Blogserie folgt heute unser abschließender Beitrag mit den beiden letzten Szenen „Klangwelt“ und „Tanz“. Am Sonntag, den 13. September, endet die Schau!

Die beiden Szenen thematisiert das eigens für die Ausstellung entstandene Balettstück, das die Erlebnisse der Blumenmacherin Lore beinhaltet. Der Tanz wurde von Mikel Aristegui choreographiert, die Musik von Artiom Ordiyants komponiert. In der Szene „Klangwelt“ hört man das komponierte Stück über Kopfhörer. Dabei fällt der Blick auf einen großen Bildschirm an der Wand, auf dem sich ein 3D-Rendering des Lore-Entwurfs dreht.

In der darauffolgenden Szene „Tanz“ sind die Kostüme aus der dazugehörigen Ballettchoreographie auf Kleiderpuppen zu sehen. Parallel dazu läuft das Video des Tanzes über eine Beamerpräsentation.

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Tanz“ © SKD Foto: Ronald Bonss

Ausstellungsansicht „Die falsche Blume. Ein Designmärchen von Hermann August Weizenegger“, Blick in die Szene „Tanz“ © SKD Foto: Ronald Bonss

Die Hemden aus Baumwolle mit Digitaldruck, Schals, Tücher, Strumpfhosen aus Jersey mit Digitaldruck und das Cape aus Seide mit Digitaldruck stammen alle aus dem Hause Color Textil.

Die Manufaktur besteht aus führenden Druckern und Veredlern von hochwertigen, innovativen Textilien. Sie entwickeln und produzieren Textildrucke mit komplexen Druck- und Veredelungsanforderungen für die Bereiche Mode, Heim- und technische Textilien. Dabei kommen verschieden Druckverfahren zum Einsatz. Gegründet 1899, produziert das Unternehmen heute mit 190 Mitarbeitern jährlich ca. 9 Mio. laufende Meter Stoff.

Die Textildesigner übertragen den digitalen Entwurf Hermann August Weizeneggers in maschinenlesbare Daten. Im Digitaldruckverfahren wird dieser schließlich ohne Druckschablone auf die Stoffbahnen aufgetragen. Hierbei ist das Besondere, dass eigens für die Bedürfnisse der Firma eine Druckmaschine angefertigt wurde. Für „Die falsche Blume“ wurden Interlock Jersey, Seidenkrepp-Satin und Baumwoll-Batist bedruckt.

Im Anschluss an den Druck werden die Textilien gedämpft, gewaschen, getrocknet, über Spannrahmen gezogen und chemisch behandelt. Erst dadurch erhalten die bedruckten Textilien ihr endgültiges Maß, einen weichen „Griff“ sowie die gewünschte Strahlkraft.

Im oberfränkischen Konradsreuth liegt eine der führenden und modernsten Möbelstoffwebereien Europas – die Hitex®–Manufaktur Rohleder. Hier wurden die in der Szene zu sehenden Stücke wie Sakkos, Weste, Cape aus Velours mit Digitaldruck, Oberteil und Rock aus Vorhangstoff hergestellt.

Stoff eines Sakkos aus Velours mit Digitaldruck © Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, 2015

Stoff eines Sakkos aus Velours mit Digitaldruck © Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, 2015

Inhaber Klaus Rohleder und Geschäftsführer Hans Schüssel leiten das 1946 gegründete Unternehmen in der zweiten Generation. Mit über 70 Mitarbeitern fertigt die Firma Florgewebe wie Epinglé und Velours genauso wie Flachgewebe in Jacquard-Webtechnik oder auch Dekorationstextilien an.

Das für die Vorhänge und somit auch für die Röcke verwendete Viskoseveloursgewebe wird auf einer eigens für Rohleder gefertigten Maschine hergestellt, die eine besonders dichte Webeinstellung ermöglicht. Nach dem Weben werden die Stoffe digital bedruckt. Die Kombination der beiden Verfahren erzeugt ein gleichermaßen weiches und brillantes Textil.

Bei den Gardinenstoffen handelt es sich um sogenannte „Drehergewebe“. Dabei liegen die Kettfäden in größeren Abständen von rund 4mm. Im Webevorgang werden sie miteinander verdreht und halten dadurch den Schussfaden. Das Ergebnis ist ein Gewebe, das transparent aber doch „schiebefest“ – also in sich stabil – ist. Abschließend werden auch diese Textilien digital bedruckt.

Das Zentrum des Aufbaus © SKD Foto: Torsten-Pieter Rösler

Das Zentrum des Aufbaus © SKD Foto: Torsten-Pieter Rösler

Zum Schluss des Rundgangs gelangt man schließlich in die Mitte des Rondells. Dort befinden sich an den Seitenwänden die Infotafeln zu den Firmen, sowie zentral eine Loreblume in einer gläsernen Vase. Das Märchen wird in den letzen Szenebildern auf sinnliche Weise, ohne Worte, noch einmal erlebbar, sodass der Besucher das Erfahrene synästhetisch noch einmal Revue passieren lassen kann.

Weitere Mitwirkende Manufakturen in diesen Szenen waren unter anderem Weissfee GmbH und Deutsche Kunstblume Sebnitz.

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Hermann August Weizenegger auf der Eröffnungsfeier von "Die falsche Blume" © SKD, Foto: Ronald Bonss

Über die Person und Werke von Hermann August Weizenegger könnt Ihr mehr auf seiner persönlichen Webseite erfahren.